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Mitscherlich, Alexander (1908-1982), Psychoanalytiker, Sozialpsychologe, Publizist

Category: Kurzbiografien Published: Monday, 05 May 2014 Written by Daniel

MitscherlichAlexander Josef Eilhard, Psychoanalytiker, Sozialpsychologe, Publizist.

20.09.1908 München, konfessionslos, gest. 26.06.1982 Frankfurt/M

Harbord M. (1883-1961), Chemiker, Dr. phil., Chemiefabrikant

M Clara, geb. Heigenmooser (1885-1965)

G keine

1 ∞ Berlin, 29.03.1932, Melitta, geb. Behr (1906-1992), Dr. med., Ärztin, gesch. 1935 oder 1936;

2 ∞ Freiburg, 23.05.1936, Augusta Georgia, geb. Wiedemann (1902-?), Pianistin, gesch. Nov. 1954;

3 ∞ Heidelberg, 3.03.1955, Margarete, geb. Nielsen (1917-2012), Psychoanalytikerin.

7: Monika (1932-2002), verh. Seifert, Soziologin, Pädagogin; Barbara (* Nov. 1933), verh. Kuhn, Psychotherapeutin , Meret Lucinde (* Febr. 1935), Oliver Malte (1936-1946), Christoph René (* 1939), Architekt, Thomas Viktor (1942-1998), Filmregisseur, Alexander Mathias

(* 1949)Manager in Industrie.

 

1917 IV - 1928 III                   Besuch und Abschluss des humanistischen Jean-Paul-Gymnasiums in Hof, Bayern

1928 V -1932 IV                     Studium Philosophie u. Geschichte an den Universitäten München (SS 1928, WS 1928/29, SS 1930), Prag (WS 1929/30) u. Berlin (WS 1931/32, SS 1932, WS 1932/33)

1930 -1934                             Tätigkeit in Berlin als Journalist, Verleger und Buchhändler

1934 -1939                             Studium Medizin an den Universitäten Berlin (WS 1933/34), Würzburg (SS 1935), Freiburg (WS 1935/36, SS 1936, WS 1936/37), Zürich (SS 1937, die 1. Hälfte des WS 1937/38) u. Heidelberg (SS1938, WS 1938/39, SS 1939). Vorprüfung, beide Teile: 1936 II u. 1937 II, Staatsexamen: 1939 VIII.

1937 XII - 1938 III                  Verhaftung u. Gefangenschaft in Nürnberg

1941 V 10                               Promotion zum Dr. med. in Heidelberg; Diss.: "Wesensbestimmung d. synästhetischen Wahrnehmung"

1945 XII-1946 III                     Habilitation im Fach Neurologie. H.-schrift: "Vom Ursprung d. Sucht. Eine pathogenetische Untersuchung des Vieltrinkens"; Probevortrag: "Zur Thema des Phantomschmerzens" 21.12.1945; Antrittsvorlesung "Die neurotische Persönlichkeit in unserer Zeit" 8.03.1946

1946-1947                              Gründung, zusammen mit Felix Schottlaender (1892-1958) d. Zeitschrift "Psyche". Das erste Heft erschien im Juli 1947. 1968-1975 - alleiniger Herausgeber.

1946 XII -1947 VIII                 Teilnahme am Nürnberger Ärzteprozess als Beobachter

1950 IV                                   Gründung d. Abteilung für Psychosomatische Medizin an d. Univ. Heidelberg

1952 I                                     Außerplanmäßiger Professor

1958 IV                                   a.o. Professor im Beamtenverhältnis; Errichtung des Lehrstuhls u. d. Klinik für Psychosomatische Medizin

1958 VIII - 1959 VII               Aufenthalt in London; Lehranalyse bei Paula Heimann (1899-1982)

1960 IV                                   "Institut u. Ausbildungszentrum für Psychoanalyse u. Psychosomatische Medizin" in Frankfurt/M mit M. als Direktor eröffnet; 14.10.1964 Einweihung des neues Gebäudes des Instituts mit gleichzeitiger Umbenennung in "Sigmund-Freud-Institut"

1966 IV ? 1973 IX                  O. Prof. für Psychologie, insbesondere Psychoanalyse u. Sozialpsychologie an d. Philosophischen Fak. d. Univ. Frankfurt

                                               Antrittsvorlesung 26.01.1968: "Die Idee des Friedens u. die menschliche Aggressivität"

 

Ehrungen: Korr. Mitglied d. Amerikanischen Ges. für psychosomatische Medizin (1951); Präsident d. Deutschen Ges. für Psychotherapie u. Tiefpsychologie (1958 bis 1964); Friedenpreis des Deutschen Buchhandels (1969); Ehrenmitglied d. Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (1975); Ehrenmitglied d. Amerikanischen Psychoanalytischen Assoziation (1976).

 

M.s  Gesellschaftskritik machte ihn zu einer der markantesten Persönlichkeit der Bonner Republik. Seine wissenschafts-organisatorische Tätigkeit trug maßgebend zur Institutionalisierung der Psychosomatischem Medizin und der Psychoanalyse in der BRD bei, ebenso wie sein unermüdliches mediales Auftreten zu deren Anerkennung in der deutschen Gesellschaft. Sein Lebens- und Berufsweg war aber weder geradlinig und konsequent, noch leicht, und der Titel seiner Autobiographie "Ein Leben für die Psychoanalyse" enthüllt eher sein Streben nach Integrität, nicht aber seinen tatsächlichen Lebensverlauf.

M.s Urgroßvater Eilhard M. (1794-1863) und Großvater Alexander M. (1838-1918) waren bedeutende Chemiker, die der obersten Schicht der deutschen akademischen Kreise angehörten. M.s Vater, auch Chemiker, leitete seit 1915 und erbte (1918) eine Zell- und Klebestoff-Fabrik im bayerischen Hof. Dass er nur Fabrikant und nicht Professor sein konnte, machte ihn zu einer brutal-herrschsüchtigen Natur. Dazu kamen auch heftige Auseinandersetzungen zwischen M.s Eltern. Weder im Elternhaus noch in der Schule fühlte sich der Knabe M. wohl und geborgen. Seine Kind- und Schulzeit waren durch Angst und Einsamkeit gezeichnet. Im humanistischen Gymnasium blieb M. elf Jahre lang, zwei Klassen, die erste und die vierte, musste er wiederholen. Die Angst, nicht versetzt zu werden, begleitete ihn  bis zum Abitur. So machte ihn seine "ziemlich unglückliche Kindheit" zu einem "einsamen Neurotiker" und "Einzelgänger" (M., 1980, 9, 16, 46). Seine Neurose konnte M. allmählich teilweise überwinden, Einzelgänger blieb er bis zum Lebensende.

Nach dem Abitur vereinbarte M. mit seinem Vater, dass er nicht Chemie, sondern Jura studieren werde. In seinem zweiten Semester wechselte er zu Philosophie und Geschichte und  ging ab SS 1930 nach Berlin, wo er eigentlich nicht studierte, sondern  sich als Journalist, Verleger und 1932-1934 als Buchhändler versuchte. Politisch war er damals ganz unreif und unselbständig: 1930, noch in München, votierte er für die NSDAP und schwärmte  für den Rechtsnationalisten Ernst Jünger (1896-1998), der den Krieg schriftstellerisch romantisierte. Ihn  hatte M. bereits in Hof kennengelernt und folgte ihm nach Berlin. M. kontaktierte auch den "National-Bolschewisten" Ernst Niekisch (1889-1967), dessen "Widerstandsverlag" er unterstützte. Unter "Widerstand" war übrigens der Kampf gegen die Weimarer Republik gemeint und die Nationalsozialisten sahen in Niekisch einen Konkurrenten, beargwöhnten ihn und seine Anhänger, was später auch M.s Leben entscheidend beeinflusste.

 

Im Sommer 1932 fährt M. nach München zu seiner Geliebten, die eben zum Dr. med. promoviert wurde, und bringt sie nach Berlin mit: Hier gründet er seine erste Familie, eher, wie er im Alter aufrichtig eingestand, "da ich meine Freundin, die ein Kind erwartete, nicht im Stich lassen wollte" (M., 1980, 283). (Ähnliches wiederholte sich 1936, als seine nächste Geliebte schon ein zweites Kind erwartete).

Auf Antrieb seiner Frau begann M. Medizin zu studieren. Nach einem Semester in Berlin unterbrach er sein Studium. Als er aber für das Sommersemester 1935 sich wieder zu immatrikulieren versuchte, fand er in Berlin keinen Platz, so dass er seiner Frau nach Würzburg folgte. Dort konnte er sich aber nur ein Semester halten und wechselte nach Freiburg zu seiner zweiten Familie. Drei Semester konnte M in Freiburg zum Physikum belegen und hatte vor, das Studium fortzusetzen. Das Schicksal steuerte aber anders.

Am 22. März 1937 wurden Niekisch und seine Anhänger in einer deutschlandweiten Aktion verhaftet. M. entging der Verhaftung nur deswegen, weil er eben für ein paar Ferientage nach Zürich gefahren war. Als er vom Gestapo-Besuch erfuhr, entschloss er sich, in Zürich zu bleiben und aus Freiburg, wo er zum Sommersemester 1937 bereits angemeldet war, die Exmatrikulation per Post zu bekommen. So setzte er sein Studium in Zürich fort.

Die Zeit in Zürich erschien M. sehr wertvoll, insbesondere dank der Freundschaft mit dem Psychotherapeuten Gustav Bally (1893-1966), der ihn in die Problematik der Psychosomatik und Psychoanalyse einführte.

Das Züricher Exil endete ebenso unerwartet, wie es begonnen hatte: M. nahm leichtfertig an, dass er nach Deutschland wieder ungefährdet zurückkehren könne. An der Grenze aber wurde er am 19. Dezember 1937 durch die Gestapo verhaftet und für etwa drei Monate (nicht acht, wie er später behauptete und wie es in der NDB und DBE steht) ins Gefängnis in Nürnberg verbracht. Die Zeit in der Untersuchungshaft verstärkte wohl M.s  ablehnende Einstellung gegen den Nationalsozialismus und bewirkte auch seine Abkehr von Jünger und Niekisch. Nach dem Krieg endeten M.s Beziehungen mit ihnen endgültig.

Im März 1938 wurde M., wahrscheinlich dank der Beziehungen seines Vaters zu einflussreichen Personen, entlassen - aber unter der Bedingung, dass er nur in Deutschland weiter studieren dürfe. Anfang April wurde M. an der Universität Heidelberg immatrikuliert. Auf Heidelberg fiel seine Wahl, weil dort Viktor von Weizsäcker (1886-1957), ein Begründer der Psychosomatischen Medizin, lehrte. Dessen Werk "Ärztliche Fragen" hatte ihm Bally ins Gefängnis zugeschickt und M. faszinierte die Lektüre. In Heidelberg ging er sofort zu Weizsäcker. "Ich war in eine Freundschaftsbeziehung eingetreten, die mein weiteres Berufsleben entscheidend beeinflusst hat" (M., 1980, 119). Hier konnte M. sich insbesondere mit den damals verbotenen Werken von Sigmund Freud (1856-1939) bekannt machen.

 

Nach bestandenem Staatsexamen arbeitete M. zunächst als Privatassistent von Prof. Curt Ohme (1883-1963) an der inneren Abteilung des St.-Josephs-Krankenhauses. Der Kriegsdienst war ihm wegen einer Kniegelenkveränderung erspart. Ab 1. März 1941 erhielt M. eine planmäßige Assistentenstelle an der Nervenabteilung der Ludolf-Krehl-Klinik unter Viktor von Weizsäcker, zu dessen Kreis er ja von Anfang seines Studiums in Heidelberg an gehörte.

In raschem Tempo schrieb M. eine theoretische Dissertation über das von Weizsäcker schon seit langem beforschte Phänomen der Synästhenie (d.h. das Erleben verschiedener Sinneseindrücke bei Reizen aus nur einem Sinnesorgan, wie z.B. das Farbe Hören). Weizsäcker betonte in seinem Gutachten, dass M. selbständig den Gegenstand vom Standpunkt der Wahrnehmungslehre aus bearbeitet habe, und bewertete die Dissertation mit "sehr gut". Am 10. Mai 1941 bestand M. seine Doktorprüfung in der Inneren Medizin als Hauptfach, Frauenheilkunde und Physiologie als Nebenfächer, alle mit "sehr gut", und wurde zum Dr. med. promoviert. Zeitgebunden musste er dazu die eidesstaatliche Erklärung geben, "dass meine Frau und ich arischer Abstammung sind" (H-III-862/89, Nr.47).

Interessanterweise war M.s Dissertation nie druckfertig vollendet und ein Pflichtexemplar wurde nicht in die Universitätsbibliothek abgeliefert - wahrscheinlich wegen des Weggangs Weizsäckers: Bald nach M.s Promotion folgte Weizsäcker dem Ruf nach Breslau, um erst Ende 1944 zurückzukommen. Dies war ein großer Verlust für M.; andererseits aber machte es ihn unabkömmlich, als er für den Militärdienst gemustert wurde. Während dieser Zeit "in den Nächten der langen Alarme, der Wachsamkeit  der Häscher" (M., 1946, Vorwort) schrieb M. seine erste wichtige Arbeit auf dem Gebiet der Psychosomatischen Medizin mit dem Titel "Krankheit als Konflikt", die er erst nach dem Krieg veröffentlichen konnte.

Während des Kriegs kontaktierte M. Heidelberger Dissidenten, insbesondere Karl Jaspers (BWB II, 236). Obwohl M. sich später gern als aktiven Antifaschisten positionierte, war er tatsächlich eher ein "Vertreter der inneren Zwangsemigration" im Dritten Reich gewesen (Hoyer, 2008, 81).

 

In der Zeit nach dem Kriegsende lebte M. so energiegeladen und rastlos, dass sein Freund Bally ihn "seine Turbulenz" titulierte (Dehli, 2007, 126). Eine Zeit träumte er als "freier Schriftsteller" zu leben (Hoyer, 2008, 147). Denn er "fühlte sich als der geborene Schriftsteller, schrieb und schrieb" (M. Mitscherlich, 2007, 140).

Von Anfang an, d.h. vom April 1945 gehörte M. zum sog. "Dreizehner Ausschuss", der die Wiedereröffnung der Universität vorbereitete. Er war dort der einzige Nicht-Ordinarius, genoss aber das Vertrauen der amerikanischen Behörden.

Mitte Mai 1945 wird M. Mitglied der von den Amerikanern eingerichteten "Regionalen Zivilregierung" für die Saar, die Pfalz und Rheinhessen mit Sitz in Neustadt. Obwohl ohne Erfahrung, zeigte M. eine gesunde praktische Vernunft, um das ihm anvertraute Gesundheitsamt erfolgreich zu leiten. Die Regierung existierte jedoch nur zwei Monate bis Saarland und Pfalz in Frankreichs Kontrolle übergeben wurden. Danach schwankte M. noch bis zum Herbst, ob er als Zivilangestellter in die Militärregierung in Mannheim eintreten solle, entschied sich endlich aber für die akademische Laufbahn in Heidelberg.

 

Trotz dieser Entscheidung gegen eine Berufspolitikerkarriere war M. nach wie vor ein politisierter Mensch, der das "Zeitgeschehen beobachtet, reflektiert und publizistisch begleitet hat" (Hoyer, 2008, 15). Aber er blieb Einzelgänger, der sich keiner Parteidisziplin und keinem ideologischen Programm unterwerfen wollte und konnte. Anfang 1969 lehnte er, z. B., den Vorschlag des Kanzlerkandidaten Willy Brandt (1913-1992) ab, dessen Stab "Bürger-Initiative" beizutreten.

 

"Sein Tatendrang schien grenzenlos" (Freimüller, 2007, 74). Dazu gehörten u.a. zahlreiche Auftritte und Vorträge, Zeitungs-Publikationen, Versorgung der Stadtbibliothek mit Büchern aus der Schweiz, Bemühungen um die Gründung einer sozialpolitischen Zeitschrift und, nach dem Scheitern dieses Projekts, die Gründung der Zeitschrift "Psyche". Sie sollte sich zum ansehnlichen internationalen Organ für Tiefpsychologie und Psychoanalyse unter  Ms. ausdauernder Leitung entwickeln. Zu alledem kam noch die Habilitation.

Während einer harten Zeit 1945-1946 war es eine bedeutende Unterstützung für M., dass er oft nach Zürich und Basel mit Vorträgen fahren konnte: Der Freund Bally richtete für M. solche Veranstaltungen ein.

 

Im Herbst 1946 schlug die Westdeutsche Ärztekammer M. vor, als Leiter der Deutschen Ärztekommission bei dem US-Militärgericht den Prozess gegen NS-Ärzte zu beobachten. M. entschied sich, den heiklen Auftrag anzunehmen. Als "unermüdlichen Mitarbeiter" (M., 1960, 17) hatte er Fred Mielke (1922-1959) gewonnen, einen begabten und fleißigen Medizin-Studenten der Heidelberger Universität, der sich damals im 7. Semester seines Studiums befand und der die mühsame und langwierige Vorarbeit leistete. Die Publikationen von M. und Mielke, 1947 und 1949, ernteten nicht nur viel Anerkennung, insbesondere im Ausland, sondern noch mehr Empörung bis Androhungen gerichtlicher Verfolgung, da die deutsche Ärzteschaft sich im Ganzen diskriminiert und beschuldigt fühlte. Diese Dokumentation ist eines "der wichtigsten Werke der Geschichte der Medizin im zwanzigsten Jahrhundert" (Dehli, 2007, 146).

 

Kaum aus Nürnberg zurückgekehrt, erneuerte M. seine sofort nach der Habilitation begonnenen Bemühungen, eine psychosomatische Klinik einzurichten. Dazu musste er einerseits prinzipielles Misstrauen traditioneller Mediziner, andererseits Ressentiments gegen seine Person überwinden:  "...was nicht gemessen war, war in Augen der Somatiker "dahergeredet", und M.s Arbeiten wurden offen als 'Journalismus' abgetan.... Dass M. neben "journalistischen" Veröffentlichungen dann noch Stirn besaß, die unmenschliche Medizin des Dritten Reiches anzuprangern und deren Existenz sogar im neuen Staate zu vermuten, hat ihn ein Großteil weiteren Sympathien gekostet", so ein gelinde formuliertes Zeugnis eines Kollegen (H. Schaefer, 1986, 196).

Obwohl M. die Unterstützung von V. Weizsäcker und C. Oehme genoss, sah er sich immer als von Gegnern umstellt. Dabei spiegeln seine Personalakten mehrere Streitigkeiten wider, die M. selbst entzündet hatte.

Trotzdem wurde die Einrichtung, nach vier Jahren zäher Verhandlungen, letztendlich dank der durch M. erworbenen Hilfe der Rockefeller-Stiftung in Form einer "Abteilung für Psychosomatische Medizin" zum glücklichen Ende gebracht. Wie M. an den Rektor im April 1950 nicht ohne Stolz schrieb: "Es ist vielleicht doch ein kleiner historischer Augenblick in der Geschichte der Medizin, da ein solches Institut bisher noch an keiner anderer Hochschule Deutschlands besteht" (UA Heidelberg, PA 5032). Er sorgte geschickt  auch für prompte Pressenachrichten.

Außerordentlich wichtig für die weitere wissenschaftliche Entwicklung M.s scheint seine erste Studienreise in die USA (März-August 1951), die ihm die Rockefeller-Stiftung finanzierte. Hier konnte M. den gegenwärtigen Stand der Psychoanalyse erfahren und zahlreiche professionelle Kontakte und Freundschaften knüpfen, insbesondere mit während des Dritten Reichs emigrierten Psychoanalytikern. Diese Reise markiert die Verschiebung von M.s Hauptinteresse hin zur Psychoanalyse.

Als Privatdozent und später als Professor las M. über Psychosomatische Medizin und über Psychoanalyse im Allgemeinen, sowie über deren verschiedene Aspekte, z. B., über "Neurosen als psychosomatische Erkrankungen" (WS 1952/53) oder über "Persönlichkeitslehre im Werk Sigmund Freuds" (SS 1956).

In der Psychosomatischen Klinik arbeiteten unter M. 6 bis 8 planmäßige und mehrere außerplanmäßige wissenschaftliche Assistenten, die teilweise durch die Rockefeller-Stiftung bezahlt wurden. Als Chef war M. nicht leicht, manchmal wollte er sofort zu viel und war sprunghaft und impulsiv, aber gerne bereit zum Gedankenaustausch. Dass er keine Schule gründete, leitet sich wahrscheinlich von zwei Ursachen her. Einerseits war M. immer zu beschäftigt mit eigenen Gedanken, um sich für eine Team-Arbeit zu kümmern. Andererseits entwickelte er kein "erkennbares methodisches Forschungsdesign", an das sich Schüler bei der Arbeit orientieren könnten. (Hoyer, 2008, 491, Hoyer, in R. Heim, E. Modena, 2008, 46).

 

M., die "energiestrahlende Persönlichkeit" (Drews, 1978, 2), "der Vulkan, dessen Ausbrüche zwar gezähmt, aber immer noch mitreißend genug sind" (Püllman, 1960, 2346), besaß bestimmt eine Ausstrahlung, die nicht nur Frauen anzog - und er war "durchaus verführbar" (M. Mitscherlich, 2007, 58), -  sondern auch Männer, insbesondere Journalisten und ausländische Kollegen faszinierte. Er hatte "auch eine besondere Begabung, Kontakte aufzunehmen und zu pflegen, und wenn er jemanden kennenlernte, den er spannend fand, entstand daraus oft schnell eine intensive Zusammenarbeit" (M. Mitscherlich, 2007, 66).

Ausländische Kontakte M.s, die Gründung der Psychosomatischen Klinik und besonders die Herausgabe der "Psyche" schufen ihm eine einzigartige Position unter den Psychoanalytikern Deutschlands, die sich in mehreren konkurrierenden Gruppierungen und Vereinigungen darstellten, und bedingten seine weiteren Erfolge als Wissenschaftsorganisator.

 

An der Universität versäumte M. keine Möglichkeit, die Bedeutung der Psychosomatischen Medizin und der Psychoanalyse hervorzuheben. Einen besonderen Anlass dazu fand er in der 1956 stattgefundenen 100. Wiederkehr des Geburtstags Sigmund Freuds. Dank seiner beharrlichen Bemühungen konnte dieses Jubiläum mit den internationalen Symposien in Heidelberg und Frankfurt gefeiert werden, die er mit den Frankfurter Professoren Max Horkheimer (1895-1973) und Theodor Adorno (1903-1969) sorgfältig vorbereitet hatte.

Dieses Jubiläum, dem u.a. Bundespräsident Theodor Heuss (BWB I, 136) und der hessische Ministerpräsident Georg-August Zinn (1901-1976) beiwohnten, eröffnete M. die Möglichkeit, Frankfurt zum Zentrum für Psychoanalyse zu machen. Mit Unterstützung der Hessischen Regierung, besonders von deren Leiterin der Hochschulabteilung, Helene von Bila (1904-1985), sowie auch der Professoren Horkheimer und Adorno gelang es 1960, ein unabhängiges Institut für Psychoanalyse in Frankfurt zu gründen, dessen Direktor M. wurde.

 

Einige Jahre pendelte M. zwischen Heidelberg und Frankfurt, bis er als Ordinarius für Psychologie an die Philosophische Fakultät nach Frankfurt berufen wurde.

Nachdem M. den Ruf nach Frankfurt bekommen hatte, beantragte und setzte die Fakultät in Heidelberg die Ernennung M.s zum Ordinarius schnell durch, denn sie wollte nicht den renommierten Leiter der Psychosomatischen Klinik verlieren. Es war aber zu spät. M. entschied sich zu gehen. Kurz vor seiner endgültigen Übersiedlung nach Frankfurt im Mai 1968 erlaubte sich M. eine Klage:  "Ich war dreißig Jahre in dieser Stadt und bin nicht ein einziges Mal von einem Rektor oder Dekan oder Kollegen um Rat gefragt worden, ob es sich nun um die Universität, Kranke oder Studenten handelte. Und ich habe nie eine Pflichtvorlesung gehalten, und dreißig Jahre lang die dauernde Entbehrung auch nur des primitivsten freundlichen Wortes" (UA Heidelberg, H-III-854/1, Ausschnitt aus der "Zeit" vom 17.05.1968). Diese Klage, die sicher eine Übertreibung ist, spiegelt jedoch M.s damalige Stimmung wider.

 

Die Übersiedlung nach Frankfurt bedeutete das Ende seiner Tätigkeit in der Psychosomatischen Medizin: In Frankfurt widmete sich M. ausschließlich der Psychoanalyse und deren Anwendungen in der Soziologie und Geschichte. Er las dort die dreisemestrige Vorlesung "Einführung in die Psychoanalyse" (I - Metapsychologie, II - Psychopathologie, III - Psychoanalytische Sozialpsychologie).

Gewiss ist die Psychoanalyse ein kontroverses Gebiet. Ihr Kern, die Annahme über die Existenz unbewusster psychischer Prozesse beim Einzelnen und in sozialen Gruppen, bleibt aber unbestreitbar. Die Hauptaufgabe der Psychoanalyse formulierte M. so: "wo bisher unbewusste Inhalte herrschten, soll bewusste kritische Einsicht erreicht werden" (M., 1980, 186).

Als praktizierender Psychoanalytiker probierte M. verschiedene Techniken aus, besonderen Wert legte er auf die Methode, die als "freier Einfall" (freie Assoziation) seit Freud bekannt ist. Die Psychoanalyse bedeutete für M. viel mehr als eine klinische Methode. Er betrachtete sie als eine besondere Wissenschaft, die zwischen Natur- und Geisteswissenschaften liegt. M. vertrat eben diese Wissenschaft, die über die herrschende klinische Orientierung hinausging: Er öffnete die Psychoanalyse zunächst zur Psychosomatik und dann insbesondere zur Sozialpsychologie hin.

In der Psychosomatik gilt als wichtigstes theoretisches Ergebnis M.s die Erarbeitung des sog. Modells der zweiphasigen Abwehr, das die Entstehung chronischer psychosomatischer Erkrankungen beschreibt.

Die Berühmtheit M.s basierte aber vor allem auf seinen Anwendungen der Psychoanalyse auf  gesellschaftliche Probleme. Nach M. kann und soll Psychoanalyse in verschiedenen Bereichen angewendet werden, so, z.B. in der Kriminologie, Architektur, Geschichte, Pädagogik.

Hier verstand er es sich an große nicht professionelle Auditorien zu wenden: Von insgesamt 444 Publikationen M.s (die Wiederveröffentlichungen sind hier nicht gezählt) erschienen etwa drei Viertel nicht in Fachzeitschriften oder als Fachbücher und Fachbeiträge, sondern als Artikel in allgemeinen Zeitungen, Zeitschriften und Sammlungen. Noch stärker sieht man dieselbe Tendenz bei seiner Vorträgen und Ansprachen: Von 155 M.s dokumentierten Ausführungen nur ein Sechstel hat er vor einem beruflichen Auditorium, meistens im Ausland, gehalten. So war seine Publizistik die  "Wirkungsform eines Menschen, der zwischen Politik, Wissenschaft und Therapie in seinem Leben gestellt war und diese differenzierte Wirkungsform wirklich gelebt hat". (Becker, 1983, 33).

 

Den soziologischen Problemen begann sich M. anzunähern, als er Materialien des Nürnberger Ärzteprozesses analysierte und interpretierte. Die Neuausgabe der Nürnberger Dokumentation, die unter dem Titel "Medizin ohne Menschlichkeit" 1960 erschien, markiert M.s Aufstieg zu einem Medienstar: In der deutschen Gesellschaft begann damals das Interesse für die jüngste Vergangenheit zu erwachen. Drei weitere Bücher, "Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft"(1963), ?"ie Unwirtlichkeit unserer Städte" (1965) und "Die Unfähigkeit zu trauern" (1967), festigten M. in dieser Wahrnehmung, da sie jeweils neuralgische Punkte der Gesellschaft trafen und Bestseller wurden.

Das erste von diesen Büchern gilt als Hauptwerk M.s in der Sozialpsychologie. Es basiert auf seinen zahlreichen früheren Arbeiten und enthält vielseitige Überlegungen über die Faktoren, die die Entwicklung des Bewusstseins und das Verhalten eines Einzelnen, einer Gruppe und der Masse bestimmen. Das Titelthema ist nur in zwei von dreizehn Kapiteln behandelt, aber der vieldeutige Begriff der Vaterlosigkeit stellt eine Bilanz dar, die der Verfasser über den sozialpsychologischen Zustand der deutschen Gesellschaft zieht.

"Die Unwirtlichkeit unserer Städte" mit dem provokativen Untertitel "Anstiftung zum Unfrieden" behandelt herrschende Formen der Städteplanung und kritisiert deren irrationalen Charakter. M.s Plädoyer für menschenfreundliche Städte und Wohnungen führten ihn, u.a. zur Mitgliedschaft (1967-1975) in der Baukommission für den Emmertsgrund, einen Stadtteil Heidelbergs. Er konnte aber nichts erreichen: Hier "war die Utopie an der Realität gescheitert" (Freimüller, 2007, 404).

M.s zur Redewendung gewordene zusammen mit seiner Frau verfasste Schrift "Unfähigkeit zu trauern" betrachtet Verdrängungs- und Verleugnungserscheinungen bei der Wahrnehmung der Zeitgeschichte in der deutschen Gesellschaft und fordert zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit auf. Dies ist wohl das bekannteste Buch M.s, das in fünf Sprachen übersetzt wurde.

 

Diese Bücher, sowie viele Auftritte M.s in den Medien trugen zur ideellen Untermauerung der studententischen Unruhen bei. M. stand zunächst vorbehaltlos auf Seiten der protestierenden Studenten. Mitte 1968 zweifelte er doch an einem rationalen Verlauf der Emanzipationsbewegung und "sah sich jetzt zunehmend zwischen den Stühlen sitzend" (Freimüller, 2007, 376). "Beide, Professoren und Studenten, waren ganz offensichtlich der Lage nicht gewachsen", formulierte M. später (M., 1980, 225). "Die Widersprüche zwischen Gesellschaftskritik und Kulturpessimismus, Distanz zur 'Massengesellschaft' und Demokratisierung gehen in der Tat mitten durch Mitscherlichs Person und Werk" (L. Lütkehaus, in: Bohleber, 2009, 232).

 

Ab 1973 verschlechterte sich die Gesundheit M.s. 1975, bereits emeritiert, sah er sich gezwungen, alle seine Posten abzugeben. Er bemühte sich noch zu arbeiten. 1980 erschien sein letztes Werk, "Ein Leben für die Psychoanalyse". Es enthält einerseits seine Lebensgeschichte - etwas stilisiert, gelegentlich schön gemalt und nicht sehr genau, aber so, wie er sie sehen möchte. Andererseits finden sich interessante allgemeine Überlegungen über seine Zeit, insbesondere über die Psychoanalyse und ihre vielseitigen Anwendungen. M. starb nach langem Leiden im Sommer 1982.  Das Interesse an Leben und Werk bewahrt sich bis heute.

 

UA Heidelberg: Studentenakte M.; Studentenakte Fred Mielke; H-III-862/89, Nr.47 (Promotionsakte M.); PA 1078, PA 1079, PA 2866, PA 5032 (Personalakten M.); H-III-201/3, H-III-330/5, H-III-854/1 (Akten d. Med. Fak.); H-III-507/5 (Sigmund-Freud-Gedenkvorlesungen); StadtA Heidelberg: ZGS 2/141: Sammlung über M., Auskünfte vom 22. u. 26 11.2012;Mitteilung von Dr. Martin Dehli vom 12.12.2012..

 

W Schriftenverzeichnis in: A. M., Gesammelte Schriften (in 10 Bänden, 1983), Bd. 10, 625-671; Freiheit u. Unfreiheit in d. Krankheit. Das Bild des Menschen in d. Psychotherapie, 1946, 21948; (mit A. Weber) Freier Sozialismus, 1946; Vom Ursprung d. Sucht. Eine pathogenetische Untersuchung des Vieltrinkens, 1947; Aktuelles zum Problem d. Verwahrlosung, in: Psyche 1, 1947, 103-118; Endlose Diktatur? 1947; (mit Fred Mielke) Das Diktat d. Menschenverachtung. Eine Dokumentation, 1947; (mit Fred Mielke) Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses, 1949, (mit Fred Mielke) Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses, [Neuausgabe des vorigen Buchs unter dem veränderten Titel], 1960, 71983, 162004; Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft. Ideen zur Sozialpsychologie, 1963, Neuausgabe 1973, 141982; Kommentierte Sonderausgabe 2003; Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden, 1965, 161882, 252006, Kommentierte Sonderausgabe 2008; Krankheit als Konflikt. Studien zur psychosomatischen Medizin I, 1966, 91978; (mit M. Mitscherlich-Nielsen) Die Unfähigkeit zu trauern, 1967, Neuausgabe 1977, 221991; Die Idee des Friedens u. die menschliche Aggressivität. Vier Versuche, 1969; (Hg. u. Mitverf.) Bis hierher u. nicht weiter. Ist die menschliche Aggression unbefriedbar? Zwölf Beiträge, 1969, Taschenbuchausgabe 1974; Thesen zur Stadt d. Zukunft, 1971, 51979; Massenpsychologie ohne Ressentiment. Sozialpsychologische Betrachtungen, 1972, 21975; (mit C. de Boor) Verstehende Psychosomatik: Ein Stiefkind d. Medizin, in: Psyche 27, 1973, 1-19; Toleranz - Überprüfung eines Begriffs. Ermittlungen, 1974, 31979; D. Kampf um die Erinnerung. Psychoanalyse für fortgeschrittene Anfänger, 1975; Das Ich u. die Vielen. Parteinahmen eines Psychoanalytikers. Ein Lesebuch, 1978; Ein Leben für die Psychoanalyse. Anmerkungen zu meiner Zeit, 1980.

 

L  NDB 17, 1994, 572-574; DBE, 2. Aufl. 7, 2007, 124f. (B); Alfred Püllmann, Aufstand gegen die Diktatur der Väter. Gedanken nach einem Gespräch mit Prof. M., in: Ärztliche Praxis 12, 1960, 2346-2349; Clemens de Boor, Klaus Hügel (Hg.) Psychoanalyse u. soziale Verantwortung. Eine Festschrift für A. M. zu seinem 60. Geburtstag, 1968 (B); A. M. Ansprachen anlässlich d. Verleihung des Friedenspreises, 1969; S. Drews, R. Klüwer u.a., (Hg.) Provokation u. Toleranz. Festschrift für A. M. zum siebzigsten Geburtstag, 1978 (B); Angelika Kasper, D. Wert d. Toleranz u. seine Bedeutung für die affektive Erziehung in den Werken A. M.s, Diss. paed., TH Aachen, 1982; H.J. Wünschel, A. M. in d. Provinzialregierung Neustadt, in: Psyche 36, 1982, 1164-1167; L. Rosenrötter, A. M. als Chef u. Lehrer, ebd., 37, 1983, 346-351; Hellmut Becker, Freiheit, Sozialismus, Psychoanalyse. Anmerkungen zu Begegnungen mit A. M. von einem Nichtanalysierten, in: Hellmut Becker, Carl Nedelmann, Psychoanalyse u. Politik, 1983, 11-33; Hans Schaefer, Erkenntnisse u. Bekenntnisse eines Wissenschaftlers, 1986, 195f.; Hans-Martin Lohmann, A. M. mit Selbstzeugnissen u. Bilddokumenten, 1987 (B); T. Henkelmann, Zur Geschichte d. Psychosomatik in Heidelberg, in: Psychotherapie. Psychosomatik. Medizinische Psychiatrie 42, 1992, 175-186; Christoph Wittmer, Psychosomatische Konzepte bei Franz Alexander u. A. M., Diss. phil. Univ. Zürich, 1994; Jürgen Peter, D. Nürnberger Ärzteprozess im Spiegel seiner Aufarbeitung anhand d. drei Dokumentensammlungen von A. M. u. Fred Mielke, 1994, 21998; Volker Roelcke, Die Zähmung d. Psychoanalyse durch öffentliche Institutionen. Aus d. Gründungsgeschichte d. Heidelberger Psychosomatischen Klinik, in: Siegfried Zepf (Hg.), Diskrete Botschaften des Rationalen, 1995, 125-143; Thomas Philipp, Die theologische Bedeutung d. Psychotherapie. Eine systematisch-theologische Studie auf d. Grundlage d. Anthropologie A. M.s, 1997;Jürgen Peiffer, Hirnforschung in Deutschland 1849 bis 1974: Briefe zur Entwicklung von Psychiatrie u. Neurowissenschaften, 2004, 111, 595-604, 625, 997-999; Sybille Drews (Hg.), Freud in d. Gegenwart: A. M.s Gesellschaftskritik, 2006; Margarete Mitscherlich, Eine unbeugsame Frau: M. Mitscherlich im Gespräch mit Katrin Tsainis u. Monika Held, 2007, 25-75, 99-102, 127, 140-146, 150-152, 189f., 201f., 234-238; Martin Dehli, Leben als Konflikt. Zur Biographie A. M.s, 2007; Tobias Freimüller, A. M., Gesellschaftsdiagnosen u. Psychoanalyse nach Hitler, 2007; Tobias Freimüller (Hg.) Psychoanalyse u. Protest. A. M. u. die ?Achtundsechziger?, 2008; Timo Hoyer, Im Getümmel d. Welt. A. M. ? Ein Portrait, 2008 (B); Robert Heim, Emilio Modena (Hg.), Unterwegs in d. vaterlosen Gesellschaft. Zur Sozialpsychologie A. M.s, 2008; D. Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933-1986, 2009, 420-422; W. Boehler (Hg.), A. M. Verehrt ? Vergessen ? Erinnert, Psyche 63, 2009, Heft 2, 97-233; Margarete Mitscherlich-Nielsen, Die Radikalität des Alters: Einsichten einer Psychoanalytikerin, 42010, 26-38, 53f., 167-170, 205f., 244..

 

B  UA Heidelberg: Pos I 02056 ? Pos I 02061, Pos I 04213; Psychosozial 22, Nr. 78, 1999, Heft IV, Umschlag; M. Mitscherlich, 2007, 29, 141, 235; T. Freimüller, 2008, Titelbild; Psyche 62, 2008, Heft 9/10, Titelbild; Vgl. L

 

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