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Mecke, Reinhard (1895-1969), Physiker, Physikochemiker

Category: Kurzbiografien Published: Thursday, 23 April 2015 Written by Alexander

Mecke, Reinhard Robert Julius, Physiker, Physikochemiker

*13.07.1895, Stettin. Ev. +30.12.1969, Freiburg

V Paul M. (ca. 1860-1939) Chemiker, Dr. phil.

M Elise-Marie, geb. Schoenberg

G Marianne, verh. Bremme

∞ 2.09.1927 (Köln?) Maria Guillery (1902-nach 1980)

K 9: Paul (*1928), Dr., Physiker; Rolf (*1929), Dr., Chemiker; Walter (*1931), Dr. Physiker; Dieter (*1933), Dr. Chemiker; Reinhard (*1933), Dr. med.; Anneliese, technische Assistentin, verh. Zeifang (*1936), Helmut (1938-1941), Gudrun, verh. Lemperle (*1940), Ursel (*1944), MTA, verh. Götting.

1914 VIII                                 Abitur Oberrealschule, Coburg

1914 IX-XII                             Kriegsfreiwilliger beim Langemarkkorps 27 in Ypern; entlassen wegen Krankheit

1915-1919                              Studium Physik in Freiburg (SS 1915-SS 1916 ), Bern (WS 1916/17, SS 1917) u. Marburg (WS 1917/18 – SS 1919)

1919 VI 23                              Promotion in Marburg; Diss.: „Experimentelle u. theoretische Untersuchungen über Kranzerscheinungen im homogenen Nebel“, Doktor-Diplom vom 16.07.1919

1920 V-1930 IX                      Assistent am Physikalischen Institut d. Universität Bonn (ab April 1923 – planmäßiger Assistent)

1923 VI 2                                Habilitation für das Fach Physik; H.-schrift: „Das Bandenspektrun des Jod“; Probevortrag am Kolloquium 7.05.1923: „Das Atom als Kreisel“; Öffentliche Antrittsvorlesung 2.06.1923 „Die Isotopie der Elemente“

1928 XII                                  apl. Professor

1930 X – 1936 XII                  apl. Professor für Physikalische Chemie an d. Univ. Heidelberg; Antrittsvorlesung: „Molekülbau u. Spektroskopie“ 7.11. 1930

1937 I – 1942 IV                     a.o. Professor u. Direktor des Instituts der Theoretischen Physik an d. Univ. Freiburg

1937 V                                    Erzwungener Eintritt in die NSDAP

1942 V – 1963 IV                   o. Professor u. Direktor des Physikalisch-Chemischen Instituts ebd. ; bis Ende SS 1964 Stellvertreter dieser Stelle

1956/57                                  Dekan

1957 VII -1968 VI                   Gründungsdirektor des Instituts für Elektrowerkstoffe d. Fraunhofer-Gesellschaft (heute Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik) in Freiburg

Ehrungen: Ehrenmitglied d. Indischen Akad. d. Wiss., Bangalore (1958); Giacomo Ciamician-Medaille d. Univ. Bologna, Italien (1959); Ehrenmitglied d. Belgischen Chemischen Ges. (1961); Jean Servais Stas-Medaille d. Belgischen Chemischen Ges. (1962); Mitglied d. Deutschen Akademie d. Naturforscher Leopoldina, Halle (1964); Bunsen-Denkmünze d. Deutschen Bunsen-Ges. für Physikalische Chemie (1965).

Über die Herkunft und die Jugendjahre M.s haben wir nur knappe Informationen. Er wurde als Sohn des promovierten Chemikers Paul M. in Stettin geboren, der in der Industrie tätig war. Bis zur Obertertia besuchte M. das Realgymnasium in seiner Heimatstadt, von 1909 bis 1912 wohnte er in Chicago, wo sein Vater eine chemische Fabrik einzurichten und in Betrieb zu bringen hatte. Dort besuchte M. zunächst eine „Grammar School“, dann die „High School“, die er im Juli 1912 abschloss, woher auch sein fließendes Englisch stammte. Als die Familie nach Deutschland zurückkehrte, nahm M. im „Knaben-Erziehungs-Institut“ in Coburg Privatunterricht, wo er auch im Internat wohnte. Ostern 1913 wurde er in die Unterprima der dortigen Oberrealschule aufgenommen. Mit Kriegsausbruch bestand er im August 1914 die Notreifeprüfung und kam zu seinen Eltern nach Wiesbaden, um von dort als Kriegsfreiwilliger sich beim Militär zu melden. Bis Ende 1914 befand sich M. bei Ypern. Wegen einer Krankheit (Basedow, durch Operation kuriert) wurde er aber Weihnachten entlassen – wahrscheinlich zu seinem Glück, denn ab Sommersemester 1915 konnte er sein Studium beginnen. Bis zum Beginn des Sommersemesters arbeitete M. im Chemischen Laboratorium von Fresenius in Wiesbaden. Über das Studium M.s ist sicher bekannt nur, dass er es ab Herbst 1917 an der Universität Marburg fortsetzte und im Sommer 1919 mit der Promotion abschloss. Sein Doktorvater, Professor der Experimentalphysik Franz Richarz (1860-1920), schlug ihm ein Thema vor auf dem Gebiet, auf dem er selbst arbeitete, nämlich über das Verhalten des Lichts in Nebeln. M. führte nicht nur die angebotenen Experimente durch, sondern entwickelte selbständig eine entsprechende Theorie, die der Professor der Theoretischen Physik Arthur Schulze (1872-1943) positiv bewertete, obwohl er sie nur von begrenzter Anwendbarkeit hielt. Die Dissertation wurde mit „gut“ bewertet, die Antworten M.s beim Rigorosum – in Experimentalphysik als Hauptfach und in Theoretischer Physik und in Chemie als Nebenfächer – jedoch nur als „genügend“.

Nach seiner Promotion erhielt M. eine Assistentenstelle am Physikalisch-chemischen Institut der Universität Münster. Während zwei Semestern arbeitete er dort unter Professor Heinrich Ley (1872-1938), dessen Hauptarbeitsgebiet die optischen Methoden in der Chemie, insbesondere für Konstitutionsforschungen waren. Diese erste Begegnung mit der physikalischen Chemie war wohl sehr lehrreich. M. sollte aber bald in die Physik zurückkehren: Der Münsteraner Physikprofessor Heinrich Konen (1874-1948) wurde 1920 nach Bonn als Direktor des Physikalischen Instituts berufen und er nahm M. mit. Konens Vorgänger und Lehrer Heinrich Kayser (1853-1940) hatte in Bonn ein international anerkanntes Zentrum für spektroskopische Forschungen aufgebaut und Konen setzte dessen Werk fort. Damit musste sich auch M. der Spektroskopie verschreiben.

Zehn Jahre in Bonn waren entscheidend für die wissenschaftliche Entwicklung M.s.

M. war in Folge persönlicher Assistent Konens, Unterrichtsassistent und Vorlesungsassistent. Diese letzte Tätigkeit fand ihren Niederschlag in einem Buch über Vorlesungstechnik, das ein Rezensent als „in hohem Maße zu begrüßen“ bezeichnete und dem er „eine gute Aufnahme“ wünschte (Physikalische Zs. 28. 1927, 699f.). Als Unterrichtsassistent hatte M. ein photographisches Praktikum eingerichtet und selbständig geleitet.

Konen charakterisierte M. „als einen kenntnisreichen und strebsamen Mann…, der selbständig seinen Weg zu finden weiß und mit Talent und Geschick hochgesteckten wissenschaftlichen Zielen nachstrebt“ (UA Bonn, PF-PA 344, S. 9)

Mit gutem Gespür für fruchtbare Fragestellungen wählte M. als sein Gebiet die sogenannten Bandenspektren, die damals noch wenig erforscht waren. „Ein Linienspektrum wird durch ein Atom, ein Bandenspektrum durch ein Molekül emittiert“ (M., 1925, Bandenspektra, 217). (In Molekülspektren sind keine deutlich voneinander abgegrenzten Linien vorhanden, wie es bei Atomspektren der Fall ist, sondern Banden von dicht nebeneinanderliegenden oder sich überlagernden Linien. Diese Spektren spiegeln kleine energetische Stufen zwischen Zuständen eines Moleküls wider, die durch Schwingungen und Rotationen charakterisiert werden). Binnen zwei Jahren konnte M. seine erste wichtige Arbeit auf diesem Gebiet durchführen: Er erforschte gründlich das Bandenspektrum des Jod-Moleküls im sichtbaren Bereich. Seine Ergebnisse legte er im Februar 1923 als Habilitationsschrift vor. Konen schrieb in seinem Gutachten u.a.: „Er studiert das überaus komplizierte Bandenspektrum des Jod und weiß unter Benutzung der Fluoreszenzbeobachtungen mit großem Geschick in das scheinbar hoffnungslose Gewirr der Linien soweit Ordnung zu bringen, dass gewisse grundsätzliche Gesetzmäßigkeiten klar hervortreten. So stellt die Untersuchung M.s einen sehr beachtungswerten Fortschritt dar“ (ebd., S.11).

Das Habilitationsverfahren verlief glatt und erfolgreich, und M. wurde die Venia legendi in der Physik erteilt. Als Dozent las M. über verschiedene Kapitel der Physik (Hydrodynamik, Theorie der Wärme, Atomphysik und Radioaktivität, Quantentheorie, Wellenmechanik, Relativitätstheorie), meistens aber über „Ausgewählte Kapitel der Spektroskopie“ und über „Chemie und Spektroskopie“. Darüber hinaus oblag ihm regelmäßig eine „Einführung in das physikalische Praktikum für Anfänger“.

Gleichzeitig setzte M. seine Forschungen fort. Die hochkarätige Apparatur des Bonner Instituts ermöglichte spektrale Messungen von hoher Auflösung und Präzision. So konnte M., nach Bandenspektren von Jod ausführliche Bandenspektren von Wasserstoff und Sauerstoff ermitteln (auch noch im sichtbaren Bereich). Parallel mit der Experimentalarbeit verfolgte M. sorgsam alle Entwicklungen auf diesem von ihm ausgewählten und sich rege entwickelnden Gebiet und mehrere Jahre lang bearbeitete alle jeweils zugänglichen Informationen. Die Ergebnisse publizierte er als sehr inhaltsreiche zusammenfassende Übersichten über Bandenspektren (1925, 1927, 1930, 1932).

In diese Zeit fiel auch ein besonderes persönliches Ereignis in M.s Leben: Er traf eine Studentin, Maria Guillery, die unter seiner Anleitung ihre Doktorarbeit in der Spektroskopie anfertigte. Anschließend verfassten sie zusammen einen umfangreichen Übersichtsartikel über Bandenspektren und heirateten bald darauf.

M. s Erfolge als Lehrer und Forscher veranlassten die Fakultät, einen Professorentitel für M. Anfang 1928 zu beantragen, obwohl die üblichen sechs Jahre nach der Habilitation noch nicht vergangen waren. Der Antrag wurde durch das Ministerium abgelehnt aus dem Grund, dass M.s Leistungen „in der Fachwelt bisher noch nicht die Anerkennung gefunden“ hätten (UA Bonn, PF-PA 344, S. 31). Empört durch diese Argumentation, brachte Konen, damals Dekan, vier Gutachten von Experten von Weltrang – Friedrich Paschen, (s. dort), Arnold Sommerfeld (1868-1951), James Franck (1882-1964) und Utrechter Professor Leonard Ornstein (1880-1941). Diese Gutachten wurden dem erneuten Antrag der Fakultät beigelegt. Ende 1928 wurde M. der Professorentitel erteilt.

Zunächst konnte M. Bandenspektren nur im sichtbaren Bereich untersuchen. Als 1929 die Firma Agfa ihre infrarotsensitiven Photoplatten zu liefern begann, wandte sich M. sofort der Infrarotspektroskopie zu, und gerade hier leistete er seine klassisch gewordenen Pionierarbeiten. Das erste bedeutende Ergebnis war eine gründliche Untersuchung der Rotationsspektren des Azetylens, die die lineare Konstitution des Moleküls bewies.

Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten führte M. neue Begriffe ein, die noch heute verwendet werden: „Valenzschwingung“ (d. h. Dehnung und Stauchung der chemischen Bindung) und „Deformationsschwingung“ (Änderung des Winkels zwischen chemischen Bindungen). Diese Einteilung erlaubte die bessere, „der Stereochemie mehr entsprechende Charakterisierung der Eigenfrequenzen eines Moleküls“ (1932, Valenz- u. Deformationsschwingungen…, 409). Allmählich wurden diese Begriffe allgemein angenommen.

Die Arbeit an Molekülspektren, besonders im infraroten Bereich bedeutete für M. ein immer weiteres Vordringen ins Gebiet der modernen physikalischen Chemie, was auch seine Publikationen in den physikalisch-chemischen Zeitschriften widerspiegeln.

Als natürliche Folge erhielt M. im Frühjahr 1930 einen Ruf in das Physikalisch-Chemische Institut der Universität Heidelberg. Der damalige Direktor des Instituts, Max Trautz (BWB III, 421), brauchte dringend eine Unterstützung im Unterricht. „Ich war seit Jahren bemüht, diesen ausgezeichneten Forscher für mein Institut zu gewinnen“, schrieb Trautz im Mai 1930 dem Dekan der Philosophischen Fakultät in Bonn (UA Bonn, PF-PA 344, S. 38). Nach Antrag von Trautz befreite die Heidelberger Fakultät M. von dem üblichen Umhabilitationsverfahren. Die Berufungsverhandlungen verliefen glatt, u. M. teilte Trautz im Juli 1930 mit: „ich bin von Heidelberg sehr befriedigt zurückgekehrt“ (UA Heidelberg H-V 4/29, Nr. 79). Mit der Antrittsvorlesung: „Molekülbau u. Spektroskopie“ begann M. seine Lehrtätigkeit als Physikochemiker. Er las über „Spektroskopie und Chemie“, „Einführung in die wissenschaftliche Photographie“ und führte auch praktische „Anleitung zur Behandlung und Auswertung physikalisch-chemischer Messungen“.

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag aber bei den Forschungen über infrarote Spektren verschiedener Moleküle. Ein Höhepunkt der Heidelberger Arbeiten M.s war die ausgezeichnet durchgeführte Ermittlung der Feinstruktur des Wasserdampfmoleküls (1932). M. hat als erster festgestellt, dass es sich um ein gewinkeltes Molekül handelt, und bestimmte die Länge der H-O-Bindungen und die Größe des Winkels zwischen ihnen. Seine Werte fallen mit den heutigen zusammen. Gleichzeitig stellte die ausführliche Entzifferung des Infrarotspektrums dieses Moleküls den ersten Fall der vollständigen Analyse von Rotationszuständen eines unsymmetrischen Kreiselmoleküls dar. Die Methode M.s gewann allgemeine Bedeutung und wurde zum Standardwissen in der Spektroskopie.

Bereits in Bonn, aber besonders seit der Zeit in Heidelberg knüpfte M. Kontakte mit der Industrie, und er verstand es, Unterstützung von derer Seite zu erhalten, um neue Methoden von Stoffanalyse und Stoffkontrolle anbieten zu können. Insbesondere konnte er dank der Unterstützung durch die IG-Farbenindustrie, Werk Oppau, persönlich von Karl Bosch (IV, 34), sowie durch das Werk Wolfen, das ihn mit Plattenmaterial versorgte, die breit angelegten Infrarotabsorptionsmessungen an Kohlenwasserstoffen durchführen. Das imposante Versuchsgerät schloss eine 20 Meter lange zusammengesetzte Rohr ein, das die Absorptionsmessungen in dicken Schichten von Gasen ermöglichte. So wurden zum ersten Mal wichtige Charakteristiken von mehreren Dutzenden praktisch wichtiger Stoffe bestimmt.

Mit der Machtübernahme veränderte sich zunächst bei M. nichts: Er war zwar sehr deutsch-national, nicht aber nationalsozialistisch gesinnt. Insbesondere erfüllten sich die Hoffnungen der neuen Leitung nicht, M. als Widerpart gegenüber dem Direktor des Chemischen Instituts, Karl Freudenberg (s. dort), zu benutzen. (Freudenberg war wie ein Dorn in Auge der NS-Behörden). M. hatte aber einen einflussreichen Feind in der Person Philipp Lenard (1862-1947), den er sich schaffte, indem er auf Bitten jüngerer Chemiker und Physiker Vorlesungen über „Wellenmechanik“ im SS 1932 und über „Relativitätstheorie“ im WS 1932/1933 gehalten hatte. Die Folgen kamen ans Licht, als Trautz zum WS 1934/1935 nach Rostock berufen wurde und die Fakultät M. als ersten Kandidaten auf den vakanten Lehrstuhl benannte. Vorläufig leitete M. das Institut vertretungsweise. Die Berufung wurde von der Fakultät sorgsam vorbereitet. M. wurde veranlasst, in eine NS-Organisation einzutreten. Er wählte das NSKK, das Kraftfahrkorps als wenig politisierte sporttreibende Vereinigung. Danach wurden die Zustimmungen von den Führern der Junglehrerschaft und der Studentenschaft bekommen. Im Juli 1934 erteilte das Badische Kultusministerium M. den Ruf, und die Berufungsverhandlungen führten zu einer Einigung. Im August 1934 wurde folgende Benachrichtigung veröffentlicht: „Dr. R. M., a. o. Professor für Spektroskopie und physikalische Chemie, Heidelberg, wurde auf den Lehrstuhl für physikalische Chemie an der Universität Heidelberg berufen“ (Zs. für Elektrochemie Bd. 40, 1934, S. 609). Es sollte nun die eher formelle Bestätigung vom Reichsministerium folgen. Jetzt aber mischte sich Lenard ein, schrieb ein niederschmetterndes Urteil über M., „der einzige in Heidelberg…, der wissenschaftliche Charakterschwäche und Geschmacklosigkeit“ gezeigt habe. (Eckert, 2006, 1106). Die Bestätigung aus Berlin blieb daraufhin aus. Der bereits erteilte Ruf musste zurückgenommen werden – ein außergewöhnliches Ereignis sogar für jene Zeiten.

Später bezeugte Freudenberg: „Alle Beteiligten, darunter die Studenten und der chemische Lehrkörper waren mit seiner Tätigkeit sehr zufrieden, ich habe mir große Mühe gegeben, dass ihm die Stelle übertragen würde. Die Fakultät hatte auch viel Meinung dafür; dann kam plötzlich von außen eine andere Weisung ohne Begründung. Ich habe sehr bedauert, dass damals diese einfache Lösung nicht zustande kam, da Herr M. uns allen sehr sympathisch war und die physikalische Chemie bei ihm auf die beste aufgehoben schien“ (Brief an Staudinger vom 27.09.1941, UA Freiburg, B 1/1288).

M. war verzweifelt, umso mehr, als sein Name nicht mehr in verschiedenen Berufungslisten genannt wurde und seine Lage in Heidelberg auch nicht klar war; er fürchtete, dass seine Laufbahn erledigt sei. In erniedrigenden Briefen an die Hauptfiguren der „Deutschen Physik“, Johannes Stark (1874-1957) und Lenard, versuchte er zu beweisen, dass er nichts Böses vorhatte und dass er deutsch-national gesinnt sei. Diese Briefe, die nicht angenehm zu lesen sind, werden in den Universitätsakten aufbewahrt. Keine Antworten sind bekannt. M. war soweit, direkt an Hitler zu wenden (der Entwurf wird bewahrt), der Rektor, Jurist Wilhelm Groh (1890-1964), riet aber ab. Er sah sich durch diese Angelegenheit betroffen und bemühte sich, eine Berufung für M. bei höheren Behörden zu schaffen. Letztendlich wurde M. ein Extraordinariat für Theoretische Physik in Freiburg angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass er in die NSDAP einzutreten habe. M. musste sich ergeben, bekleidete in der Partei aber keinen Posten und war als Parteimitglied nicht tätig.

In Freiburg unterrichtete M. ab SS 1937 Theoretische Physik, konnte aber, mit Unterstützung der Industrie, auch experimentelle Forschungen durchführen, wenn auch nicht so breit wie in Heidelberg. Er konzentrierte sich damals auf die Untersuchung der sog. Wasserstoffbindungen, die in Hydroxylgruppen enthaltenden Flüssigkeiten entstehen. Ein bedeutendes Ergebnis war die Methode zu näherungsweisen Berechnungen von Wasserstoffbrücken-Gleichgewichten („M.-Kempter-Methode“). Diese grundlegende Leistung gab weltweit Impulse, die für zwischenmolekulare Kräfte organischer Systeme entscheidenden Wasserstoffbindungen näher zu erforschen. Eine andere wichtige Entwicklung bezog sich auf Forschungsmethoden: 1939 erschienen die ersten für Infrarotstrahlung empfindlichen Cäsium-Photozellen, und M. begann sofort sie anstatt der Photoplatten anzuwenden.

Ab SS 1942 sollte der Lehrstuhl der Physikalischen Chemie in Freiburg vakant werden und die Fakultät kümmerte sich um Kandidaten für diese Stelle. Anfragen wurden an viele Professoren gerichtet. Die meisten empfahlen M. als ersten Kandidaten. So schrieb Max Bodenstein (1871-1942) aus Berlin an den Direktor des ganzen Chemischen Instituts Staudinger, dass M. die beste Kandidatur sei „mindestens nach seinen Arbeiten. Denn sie sind ausgezeichnete physikalisch-chemische Forschung, gewiss bevorzugt von Standpunkt des Physikers aus unternommen, aber ihren Fragestellungen nach fast durchweg ausgesprochen chemischer Art – wie das eben das Wesen physikalisch-chemischer Untersuchungen darstellt“ (Brief vom 4.09.1941, UA Freiburg, B 1/1288). M. wurde berufen und seine Berufung in Berlin bestätigt.

Während der Kriegszeit orientierte M. die Forschungen seines Instituts auf zahlreiche Aufträge von Seiten des Heeres, der Marine und der Luftwaffe. So wandte sich M. dem Arbeitsgebiet seiner wissenschaftlichen Jugend, nämlich der Optik von trüben Medien erneut zu. Er publizierte einige Forschungsergebnisse über Sichtweiten im Nebel als Teil dieser Arbeiten. Er entwickelte auch eine Methode zur Erkennung von Schiffen bei Nacht und Nebel nach deren Infrarotstrahlung. Für seine kriegswichtigen Arbeiten wurde M. 1941 und 1944 mit den Kriegsverdienstkreuzen II. und I. Klasse ausgezeichnet.

Als das Gebäude des Physikalisch-chemischen Instituts durch einen Luftangriff im November 1944 schwer beschädigt wurde, musste das Institut ins Dorf Wallhausen am Bodensee umziehen. Die Apparaturen wurden teilweise gelagert, aber Untersuchungen von Flüssigkeiten mit Infrarotspektroskopie konnten fortgesetzt werden.

Nach dem Zusammenbruch und der kriegsbedingten Schließung wurde die Universität bereits im Herbst 1945 wiedereröffnet. Die Militärregierung verlangte dabei, dass M. als einem ehemaligen Parteimitglied die Lehrtätigkeit verboten werde. Nach seiner Erklärung und dank der Unterstützung der Universität wurde er als Hochschullehrer spätestens zum SS 1946, vielleicht sogar früher, wieder eingestellt: Die politische Überprüfung kam zum Schluss, dass M. im Dienst bleiben konnte. Lediglich sein Gehalt wurde vorübergehend, d.h. bis zur sog. Erwachsenenamnestie 1948, um 20% gekürzt. Er las eine dreisemestrig über Physikalische Chemie und bot Seminare und Kolloquien. Praktika blieben wegen des Mangels an Laborräumen zunächst weitgehend eingestellt.

Die Außenstelle in Wallhausen war in Betrieb, bis der bis der Neubau für das Physikalisch-Chemische Institut 1949 fertig wurde. Inzwischen hatte sich M. um die Wiederherstellung seiner internationalen Kontakte, die er seit 1929 pflegte, bemüht. Insbesondere konnte er, dank dieser Kontakte, 1950 den ersten in der BRD registrierenden Infrarotspektrographen kostenlos aus den USA erwerben. Dieses teure Gerät wurde einerseits für weitere Untersuchungen eingesetzt, andererseits diente es bei „Infrarotkursen“, die M. jährlich, insgesamt vierzehn Mal, für Interessenten aus der Industrie und aus anderen Hochschulen einrichtete. Durch M.s Einfluss begann die deutsche Industrie ähnliche Spektrographen herzustellen.

Die Forschungen im Freiburger Institut schlossen vielseitige Untersuchungen organischer Molekülen ein, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit dem Chemischen Institut unter Leitung dessen Direktors Arthur Lüttringhaus (s. dort), sowie zahlreiche methodische Arbeiten, insbesondere zur Kontrolle der Reinheit von organischen Stoffen.

1956 gewann man M. als Gründungsdirektor eines neuen Fraunhofer-Instituts für Elektrowerkstoffe mit Hauptprofil, Materialentwicklung für wehrtechnische Anwendungen zu betreiben. Dank M.s Erfahrungen aus den Kriegsjahren hielt man ihn für den besten Kandidaten. Das Institut begann seine Tätigkeit in Räumen des Physikalisch-Chemischen Instituts mit nur fünf Mitarbeitern. Im März des nächsten Jahres wurde mit einem Neubau begonnen und nach einem Jahr, wieder im März fand die Einweihung des neuen Gebäudes statt. Die drei Abteilungen, für Infrarottechnik, Mikrowellen und Elektroluminiszenz, hatten 20 Mitarbeiter. „M. führte das Institut im patriarchalischen Stil eines klassischen deutschen Großordinarius.“ (50 Jahre…, 2007 ,42). Deswegen geriet er allmählich in Kontroversen mit der Leitung der Fraunhofer Gesellschaft sowie mit Abteilungsleitern. Anfang 1966 begann man einen moderneren Nachfolger für M. zu suchen. Es gelang ihm jedoch, seinen Direktorenposten bis Mitte 1968 zu behalten.

Das literarische Erbe M.s zählt ca. 230 Publikationen über verschiedene Gegenstände der Physik und der physikalischen Chemie. Die bedeutendsten von ihnen – sie bilden etwa zwei Drittel der Gesamtzahl – sind der Infrarotspektroskopie gewidmet. Als Pionier und großer Forscher auf letzterem Gebiet verbleibt M. in der Geschichte der Naturwissenschaft.

Q UA Marburg: 307 d Nr. 279, Promotionsakte M.; UA Bonn: (Fakultätsakte M.); UA Heidelberg: H-V 4/29, Nr. 79 u. 80, Akten d. Math.-Naturwiss. Fak. 1930-1932; B-7859 (103g1), a.o. Lehrstuhl für Physikalische Chemie; PA 4971, Personalakte M.; Rep 27, Nr. 835, Akad. Quästur M. Rep 14/231, Briefwechsel mit K. Freudenberg 1948; UA Freiburg: B 24/2337, B 24/2338, Personalakten M.; B 15/789, Personalangelegenheiten M.; B 1/1288 Lehrstuhl für Physikalische Chemie, u.a. zu R. M.; StAF D 180/2 Nr. 215039, Entnazifizierungsakte; Auskünfte aus: StadtA Freiburg vom 7.04.2015, StadtA Coburg vom 10.04.2015, UA Freiburg vom 17.04.2015, UA Bern vom 22.04.2015.

W Experimentelle u. theoretische Untersuchungen über Kranzerscheinungen im homogenen Nebel, I, II, in: Annalen der Physik 61, 1920, 471-500, 62, 1920, 632-648; Über Zerstreuung u. Beugung des Lichtes durch Nebel u. Wolken, ebd., 65, 1921, 257-273; Das Bandenspektrum des Jods, in: Annalen der Physik 71, 1923, 104-134; Neuere Beiträge zur Kenntnis d. Bandenspektra, in: Naturwissenschaften 11, 1923, 637; Beiträge zur Deutung d. Quantentheorie, in: Zs. für Physik 21, 1924, 26-37; (mit P. Lindau) Über die Bau d. zweiten positiven Gruppe d. Stickstoffbanden, in: Physikalische Zs. 25, 1924, 277f.; Über Intensitätsanomalien bei Bandenspektra, ebd., 597-599; Zur Systematik d. Bandenspektra, in: Zs. für Physik 28, 1924, 261-277; Zum Nachweis des Verschiebungssatzes bei Bandenspektra, in: Naturwissenschaften 13, 1925, 698f.; Bandenspektra, in: Physikalische Zs. 26, 1925, 217-237; Zum Aufbau d. Bandenspektra, in: Zs. für Physik 33, 1925, 823-834; Leitfaden d. praktischen Experimentalphysik für Vorlesung u. Unterricht, 1926 (auch in: H. Geiger, K. Scheel, (Hg.), Handbuch d. Physik, Bd. I, 1926, 209-399); Bandenspektra u. periodisches System d. Elemente, in: Zs. für Physik 42, 1927, 390-425; (mit M. Guillery) Bandenspektra II., in: Physikalische Zs. 28, 1927, 479-492, 514-531; Die Chemie d. Bandenspektren, in: Naturwissenschaften 16, 1928, 321-329; Über die Absorptionsspektren des Wasserdampfes u. des Ammoniaks, in: Physikalische Zs. 30, 1929, 907-910; Bandenspektra u. ihre Bedeutung für die Chemie, in: Fortschritte d. Chemie, Physik u. physikalischen Chemie 20, H. 3, 1929, 109-199; (mit R. M. Badger) The absorption spectrum of ammonia gas in the near infra-red, in: Transactions of the Faraday Society 25, 1929, 936-938; Beiträge zur Deutung einfacher chemischer Reaktionen, in: Zs. für physikalische Chemie B, 7, 1930, 108-129; Experimentelle Ergebnisse u. Ziele d. Bandenforschung, in: Zs. für Elektrochemie 36, 1930, 589-596; (mit K. Hedfeld) Über die Struktur des Acetylens auf Grund spektroskopischer Untersuchungen, ebd. 803; The heat of dissociation of oxygen and of C-H Bond, in: Nature 125, 1930, 526f.; Das Rotationsschwingungsspektrum des Acetylens I (mit K. Hedfeld), II (mit O. Vierling), III, in: Zs. für Physik 64, 1930, 151-161, 162-172, 173-185; Molecular spectra in relation to photochemical change, in: Transactions of the Faraday Society 27, 1931, 359-375; The photochemical ozone equilibrium in the atmosphere, ebd. 375-377; Valenz- u. Deformationsschwingungen einfacher Moleküle, I, II, in: Zs. für physikalische Chemie B, 16, 1932, 409-420, 421-437; Bandenspektroskopie u. Photochemie, in: Physikalische Zs. 33, 1932, 1-14; (mit W. Baumann) Das Rotationsschwingungsspektrum des Wasserdampfes, ebd. 833-835; Das Rotationsschwingungsspektrum des Wasserdampfes I, in: Zs. für Physik 81, 1933, 313-331; II (mit W. Baumann) ebd., 415-481; Bandenspektren u. Stereochemie, in: K. Freudenberg (Hg.), Stereochemie, 1933, 133-163; Free radicals and spectroscopy, in: Transactions of the Faraday Society 30, 1934, 300-312; Ultrarotphotographie u. spektroskopische Konstitutionsbestimmungen, in: Angewandte Chemie 48, 1935, 320-327; Absorptionsuntersuchungen an Kohlenwasserstoffen im nahen Ultraroten I (mit H. Zeininger), II (mit P. Gäuswein), III (mit O. Vierling), in: Zs. für Physik 96, 1935, 559-571, 99, 1936, 189-203, 204-216; Die allgemeine Berechnung von Eigenfrequenzen mehratomiger Moleküle, ebd. 104, 1937, 291-302; Bestimmung von Bindungsmomenten durch ultrarote Absorptionsmessungen, ebd. 107, 1937, 595-598; Warum erscheinen die Blätter im ultraroten Licht hell?, in: Naturwissenschaften 25, 1937, 305-307; Die Kettenschwingungen isomerer Paraffine u. ihr Nachweis im Raman-Spektrum, in: Zs. für physikalische Chemie B, 36, 1937, 347-361;

Beiträge zur Sichtmessung, in: Meteorologische Zs. 56, 1937, 369-372; (mit H. Kemper) Zur Strahlungsmessung heißer Flammengase mit der Photozelle, in Zs. für technische Physik 21, 1940, 85-88; (mit H. Kempter) Spektroskopische Bestimmung von Assoziationsgleichgewichten, in: Zs. für physikalische Chemie B, 45, 1940, 229-241; (mit J. Krenzer) Spektroskopische Untersuchung d. Assoziation bei normalen primären Alkoholen, in: Zs. für physikalische Chemie B, 49, 1941, 309-323; Wege u. Ziele d. Theorie in d. Physik, in: Berr. d. Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg i. Br. 37, 1942, 128-143; Neue spektroskopische Beiträge zur Deutung d. Wasserstoffbindung, in: Zs. für Elektrochemie 50, 1944, 57-60; Die Gesetze d. Lichtausbreitung in optisch trüben Medien u. das Sichtweiteproblem, in: Meteorologische Zs. 61, 1944, 195-199; (mit H. Kempter) Spektroskopische Bestimmung von Bindungsmomenten, in: Zs. für Naturforschung 2a, 1947, 549-556; (mit R. Schupp) Dielektrische Präzisionsmessungen an Lösungen assoziierender Stoffe, I, II, in: Zs. für Elektrochemie 52, 1944, 40-44, 54-60; (mit H. Zeininger) Über die elektrische Leitfähigkeit assoziierender Stoffe, ebd., 49-54; Zur Thermodynamik d. Wasserstoffbrückenbindung, ebd., 107-110; Kräfte in Flüssigkeiten, ebd., 269-282; Dipolmoment u. chemische Bindung, in: Zeitschrift für Elektrochemie 54, 1950, 38-42; (mit H. Zeininger) Über die Messung d. elektrischen Leitfähigkeit assoziierender Stoffe, ebd. 174-184; Infra-red spectra of hydroxylic compounds, in: Discussions of the Faraday Society 9, 1950, 161-177; (mit E. Lippert) Spektroskopische Konstitutionsbestimmungen aus ultraroten Intensitätsmessungen an CH-Schwingungsbanden, in: Zs. für Elektrochemie 55, 1951, 366-374; (mit H. Schill) Dielektrische Untersuchungen an Pulvern, ebd. 57, 1953, 270-276; (mit E. D. Schmid) Das Dokumentationsproblem in d. Ultrarotspektroskopie, in: Angewandte Chemie 65, 1953, 253-256; (mit K. Rosswog) Reinheitsprüfungen an Benzol mittels Messungen d. Dielektrizitätskonstanten u. d. Absorption im Ultrarot, ebd. 66, 1954, 75-78; (mit R. Mutter) Infrarotspektroskopische Methoden zur quantitativen Analyse von Mehrstoffsystemen am Beispiel d. Isomeren des Hexachlorcyclohexans, in: Zs. für Elektrochemie 58, 1954, 1-8; (mit H. Spiesecke) Die Infrarot- u. Raman-Spektren hochsymmetrischer Moleküle mit Urotropinstruktur, in. Chemische Berr. 88, 1955, 1997-2002; (mit K. Rosswog) Dielektrische Eichsubstanzen in: Zs. für Elektrochemie 60, 1956, 47-52; (mit E. Funck) Tautomerie u. Infrarot-Absorptionsspektrum des Acetylacetons, ebd. 1124-1130; (mit K. Noack) Strukturbestimmungen von ungesättigten Ketonen mit Hilfe von Infrarot- u. Ultraviolett-Spektren, in: Chemische Berr. 93, 1960, 210-225; (mit W. Kutzelnigg) Die Struktur u. das Schwingungsspektrum des Harnstoff-Kations in normalen u. anomalen Salzen, ebd. 94, 1961, 1706-1716; (mit M. Kuhn) IR-Spektroskopische Untersuchungen am Dicyan-amid-Anion [N(C≡N)2]- ebd., 3010-3015; (mit Mitarbeitern) Präzisionsmessungen d. Dielektrizitätskonstanten von fünf Eichsubstanzen zur DK- u. Dipolmomentbestimmung, I-IV, in: Zs. für Elektrochemie 66, 1962, 239-248, 248-255, 255-260, 514-519; (mit W. Bruhn u. A. Chafik) Das IR-Spektrum zonengeschmolzenen Naphtalins, in: Berr. d. Bunsen-Gesellschaft 67, 1963, 85-87; (mit K. Zirke) Thermodynamische Mischungsgrößen des Systems Nitrobenzol-Cyclohexan, ebd. 68, 1964, 174-181; (mit L. Beckmann u. L. Gutjahr) Kraftkonstantenberechnung an einigen ebenen Molekülen vom Typ XZY2, in: Spectrochimica Acta 20, 1964, 1295-1310; (mit L. Beckmann u. L. Gutjahr) Kraftkonstantenberechnung an Molekülen d. Symmetriegruppe D3h, in: Spectrochimica Acta 21, 1965, 141-153; (mit L. Beckmann u. L. Gutjahr) Kraftkonstanten von Formaldehyd, ebd. 307-311; (mit K. Witt) Zur Analyse des Schwingungsspektrums von Triphenylen aus Raman – u. Infrarotdaten, in: Zs. für Naturforschung 21a, 1966, 1899-1905.

L Poggendoffs biographisch-literarisches Handwörterbuch VI, Teil 3, 1938, 1687; VIIa, Teil 3, 1959, 239f.; VIII, Teil 3, 2004, 1880; D. Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, 1986, 175; G. Karagounis, R. M. 60 Jahre, in: Physikalische Blätter 11, 1955, 321; G. Scheibe, R. M. zum 65. Geburtstag, in: Zs. für Elektrochemie 64, 1960, 549f. (B); E. Funk, Prof. Dr. R. M. zum 70. Geburtstag, in: Freiburger Universitätsblätter 4, H. 9, 1965, 13f. (B); E. Funk, R. M. 70 Jahre, in: Physikalische Blätter, 21, 1965, 378; R. M. 70 Jahre, in: Nachrichten aus Chemie u. Technik 13, 1965, 289; W. A. P. Luck, R. M. +, in: Physikalische Blätter 26, 1970, 84; E. Funk, R. M. +, in: Freiburger Universitätsblätter 9, H. 28, 1970, 10f.; G. A. A. Nonnenmacher, Prof. Dr. R. M. +, in: Spectrochimica Acta 26A, 1970, 2239f.; W. Jaenecke, 100 Jahre Bunsen-Gesellschaft, 1994, 203f.; W. Lüttke, G. A. A. Nonnenmacher, R. M. (1895-1969): Scientific Work and Personality, in: Journal of Molecular Sructure 347, 1995, 1-18 (mit Bilder); W. U. Eckert, W. Sellin, E. Wolgast (Hg.), Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus, 2006, 1106f.; P. Gräber. Pionierarbeiten zur Infrarotspektroskopie: R. M. (1895-1969), in: 550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Bd. 4, 2007, 192-194; 50 Jahre Fraunhofer Institut Angewandte Festkörperphysik. Jubiläumschrift, 2007, 39-42 http://www.iaf.fraunhofer.de/content/dam/iaf/documents/institutsprofil/iaf50_jubilaeumsschrift.pdf

B UA Heidelberg: Pos I Nr. 01995 u. 01997; Vgl. L

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