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Weber, Ellen (1929-1992), Pharmakologin

Category: Kurzbiografien Published: Monday, 05 May 2014 Written by Daniel

Weber, Ellen (ursprünglich Ellenhard) Herma Georgia, Pharmakologin

*14.07.1929, Freiburg/Br.. röm.-kath. + 7.12.1992, Heidelberg

V  Otto W. (1898-1973), Techniker, Fabrikant, Kaufmann

M  Mathilde W., geb. Gérard (1900-1983)

G Keine

∞ Unverh.

1936 IV - 1949 VII                 Schulbildung: bis 1940 - Volksschule, 1940-1945 - Mädchenoberschule in Wieblingen, 1946-1949 Elisabeth-von Thadden-Schule; Reifeprüfung mit Gesamtnote "gut"

1949 X - 1955 VII                  Studium Medizin: WS 1949/50, SS 1950 Univ. Löwen, Belgien, WS 1950/51-WS 1951/52 u. WS 1952/53-WS 1954/55 Univ. Heidelberg, SS 1952 Univ. Innsbruck

1955 VII 12                             Promotion magna cum laude zum Dr. med., Diss.: "Papierchromatographische Trennungsmethode für die säurelöslichen Phosphorverbindungen aus Nierengewebe".

1955 X - 1956 VII                  Studium Chemie, Vordiplomprüfung bestanden.

1956 IX - 1968 II                    Wissenschaftliche Hilfskraft, ab  Mai1957 - wissenschaftliche Assistentin am Pharmakologischen Institut d. Univ. Heidelberg

1965 XI                                   Habilitation für das Fach Pharmakologie u. Toxikologie; H.-schrift: "Die Beeinflussung biochemischer u. morphologischer Merkmale von Blutplättchen durch gerinnungsfördernde u. proteolytische Agentien"; Probevortrag 11.11.1965: "Über den mikrosomalen Abbau von Arzneimitteln, dargestellt am Beispiel d. Barbiturate"; Antrittsvorlesung 23.11.1965: "Pharmakologische Beeinflussung d. Hypertonie".

1968 III                                   Leiterin d. neu eingerichteten Abteilung d. Klinischen Pharmakologie an d. Medizinischen Universitäts-Klinik

1968 V                                    Ernennung zur Wissenschaftlichen Rätin unter Verleihung d. Eigenschaft einer Beamtin auf Lebenszeit

1972 I                                     Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin

1974 X - 1976 IX                   Dekanin d. Fakultät für Klinische Medizin I

1890 VI 1                                Stellvertretender Ärztlicher Direktor d. Medizinischen Universitäts-Klinik

Ehrungen; Ehrenmitglied d. Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie u. Toxikologie (1992 III).

 

W., die Pionierin der Klinischen Pharmakologie in Deutschland, gehört zu den herausragenden Frauen, deren Leben und Tätigkeit mit Heidelberg verbunden sind.

W. war einziges Kind des Besitzers einer Fabrik elektromusikalischer Instrumente Otto W. in Waldkirch bei Freiburg/Br. 1933 musste der Vater die Fabrik aufgeben und 1934 siedelte die Familie nach Heidelberg um, wo Otto W. als Kaufmann tätig wurde.

W. besuchte zunächst eine Volksschule in Heidelberg, dann die "Schule Schloss Wieblingen in Heidelberg - Oberschule für Mädchen mit Heim" - die Anstalt, die ab Januar 1946 unter dem Namen "Elisabeth-von Thadden-Schule" neueröffnet wurde. Die Noten in ihrem Reifezeugnis waren "gut", teilweise -  in Religion, Physik, Naturkunde, aber auch in Musik und Turnen -  "sehr gut". W. trieb Sport und musizierte in ihrer Freizeit fast bis zum Lebensende.

W.s Mutter stammte aus Belgien. Während ihrer Schulzeit verbrachte W. jährlich einige Wochen in Brüssel. Der Mutter gelang es, ein zweisemestriges Studium an der Universität Löwen für die Tochter abzusichern. Anschließend, "nach bestandener Jahresabschlussprüfung und stark verbesserten Französisch-Kenntnissen", so W. in ihrem Lebenslauf (UA Heidelberg, Studentenakte W.) setzte sie ihr Studium in Heidelberg fort. Nach drei Semestern bestand sie das Physikum mit dem Gesamturteil "sehr gut". Gleichzeitig mit dem weiteren Medizinstudium nahm W. drei Semester lang (WS 1952/53-WS 1953/54) an chemischen Praktika innerhalb der Naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät teil. Im Juli 1955 bestand sie "sehr gut" die ärztliche Prüfung mit "Bestallung als Arzt". Nach dem Rigorosum in Pharmakologie als Hauptfach, sowie Anatomie und Innere Medizin als Nebenfächer wurde W. mit einer methodischen Arbeit zum Dr. med. promoviert. Ihr Doktorvater, der physiologisch eingestellte Prof. Albrecht Fleckenstein (1917-1992), hatte ihr als Thema die Erarbeitung einer Trennungsmethode von Nierenextrakten angeboten. Da er aber sehr schon mit seinem Weggang beschäftigt war, sollte W. selbständig handeln und hatte Erfolg. Der Direktor des Pharmakologischen Instituts Fritz Eichholtz (1889-1967), schrieb in seinem Gutachten, dass W. ihre Arbeit "mit größten Eifer, wissenschaftlichem Verständnis und hohem technischen Geschick" durchgeführt habe und bewertete die Dissertation mit "sehr gut".

Die frischgebackene Doktorin widmete das nächste Jahr dem Chemiestudium, um ihre theoretische Basis für ihre selbständige Forschungsarbeit zu verbessern. Ende Sommersemester 1956 bestand W. die chemische Vordiplom-Prüfung und anschließend begann sie ihre Arbeit am Pharmakologischen Institut. Im Frühjahr 1957 betraute Direktor Eichholtz sie mit der selbständigen Leitung des papierchromatographischen Laboratoriums und unterstellte ihr einige Doktoranden.

Eichholtz, sowie dessen Nachfolger, Oskar Eichler (1898-1988), beantragten regelmäßig die Verlängerung der Verwendungsdauer von W. als wissenschaftlicher Assistentin. So behauptete Eichler in seinem Schreiben vom 12.01.1960:  "Bei der Einrichtung und Neuorganisation des Instituts, der Verwaltung der Bibliothek und der Beaufsichtigung der Apparaturen ist ihre Tätigkeit unentbehrlich gewesen... Ihre Persönlichkeit bedeutet eine Bereicherung des Instituts durch ihre sympathische, religiöse und hochgebildete Art." (UA Heidelberg, PA 6250).

1958 fand W.  ein nur sehr wenig erforschtes Arbeitsgebiet für sich, nämlich, Biochemie und Pharmakologie der Thrombozyten, der kleinsten und für die Blutgerinnung bedeutsamen Blutzellart. Durch parallelaufende chemische, physiologische und morphologische Untersuchungen - die sorgfältige Entwicklung der Methodik verlangte mehrere Jahre - erreichte W. wichtige neue Befunde zu Fragen, wie und wodurch die eigentlichen Funktionen der Thrombozyten stimuliert werden, welche Stoffwechselvorgänge sich dabei an den Thrombozyten abspielen und wie die Freisetzung der wirksamen Thrombozytenfaktoren erfolgt. Die Ergebnisse wurden als Habilitationsschrift der Fakultät vorgelegt. Die beiden Referenten, Oskar Eichler, während 1959-1968 der Direktor des Pharmakologischen Instituts, und Gotthard Schettel (1917-1996), Direktor der Ludolf-Krehl-Klinik, bewerteten die Habilitationsschrift W.s sehr positiv. Letzterer schrieb, dass "der logische Aufbau der Versuchsplanung, die sorgfältige wissenschaftliche und methodische Durchführung der einzelnen Analysen, sowie die umfangreichen Versuche eine hervorragende Eignung für die wissenschaftliche Forschung" zeige (UA Heidelberg, PA 9624). Das Habilitationsverfahren wurde im Juli 1965 abgeschlossen und im November die venia legendi erteilt.

Als Privat-Dozentin las W. über "Allgemeine und spezielle Arzneiverordnungslehre", aber auch "Arbeitsmedizin mit klinischen Demonstrationen".

Bereits ab 1961 nahm W. regelmäßig an Tagungen der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft als Vortragende teil; kein Bericht von diesen Tagungen erschien ohne Arbeiten W.s.  Allmählich gewann sie Ansehen in Fachkreisen, obwohl es in den 1960er Jahren für eine Frau noch ungleich schwieriger war sich durchzusetzen als für einen Mann.

Ihre Forschungen über die Eigenschaften und Funktionen der Thrombozyten brachten W. internationale Anerkennung, und sie hatte vor, auf diesem Gebiet weiter zu arbeiten. Bald aber erweiterte sich ihr Arbeitsfeld enorm: Anfang 1968 wurde auf Anregung des Direktors der Ludolf-Krehl-Klinik, Professor Schettel, die Abteilung der Klinischen Pharmakologie eingerichtet und W. als Leiterin berufen. Das war eine große Herausforderung. Damals bestand in der Medizin eine klaffende Lücke zwischen der Pharmakologie, die sich eher biochemisch-theoretisch entwickelte, und der klinischen Praxis, wo man Arzneimittel mangels systematischer Untersuchungen einsetzen musste. Die neue Disziplin der Klinischen Pharmakologie sollte diese Lücke ausfüllen. W. begann mit großer Hingabe, die neue Abteilung, damals erst die zweite in Deutschland, aufzubauen. Sehr rasch arbeitete sie in die neue Problematik ein. In ihrer Aufbauarbeit legte W. einen besonderen Wert darauf, dass zur Durchführung klinischer Forschungen am Menschen immer ein Konsilium von Oberärzten und einschlägigen Spezialisten erforderlich sei, um aufgrund sämtlicher Ergebnisse der vorklinischen Prüfungen und bisher vorhandener Erfahrungen Stellungnahmen zu verfassen. Dazu erarbeitete man  Punktelisten, die mit dem Hersteller der Arznei abgeklärt werden müssten. Solche Dialoge zwischen Klinik und Hersteller führten oft zu zusätzlichen, sachdienlichen Untersuchungen. Überhaupt verstand W. es meisterhaft, Teamarbeit zu organisieren.

 Als Leiterin der neuen Abteilung beendete sie keinesfalls ihre Lehrtätigkeit, erweiterte im Gegenteil ihre Vorlesungen, indem sie einen Kurs der Klinischen Pharmakologie zu erarbeiten begann. Außerdem unterrichtete W. Pharmakologie in der Schwesterschule der Heidelberger Universitätskliniken. Sie veranstaltete auch mehrmals Fortbildungsvorträge für Heidelberger Ärzte über Aspekte der Klinischen Pharmakologie.

1971 beantragten die Klinik und Fakultät die Verleihung des Professorentitels an W.. Wie O. Eichler in seinem Gutachten schrieb, "sie hat ihn nicht ersessen im Laufe der Zeit, sondern verdient" (UA Heidelberg, PA 6250).

Nach wie vor bewarb W. beharrlich und konsequent sog. Drittmittel für ihre Projekte - Zuweisungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der drei Ministerien (für Arbeit, für Forschung und des Familienministeriums), sowie von Stiftungen verschiedener Art. Zuletzt hatte die Abteilung 25 Mitarbeiter - bei nur sechs planmäßigen Stellen. Vier der Mitarbeiter W.s haben sich erfolgreich habilitiert. 1975 wurde ihre Abteilung zur einen selbständigen Abteilung im Zentrum der Inneren Medizin erhoben.

Unter den Kollegen galt W. als "großartige Frau" (Schettler, 1992, Kommerell, 1992). Sie besaß eine besondere Fähigkeit, sich auch in das Denken anderer zu versetzen. Dies führte W. in mehrere Wahlämter. So war sie ab 1969 Vertreterin der Dozenten im Senat, 1974-1976 Dekanin der Fakultät für Klinische Medizin I. Seit ihrem Bestehen gehörte W. zu der Ethik-Kommission der Medizinischen Gesamtfakultät, ab 1987 als ihre Vorsitzende.

Außerhalb der Universität war W. ab 1976 Mitglied der Deutschen Arzneibuchkommission und außerdem Mitglied einiger Gremien beim Bundesgesundheitsamt: ab 1977 der Transparenz-Kommission, ab 1978 der Zulassungskommission A, ab 1987 des Ausschusses für Verschreibungspflicht.

In der Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie war W. 1975-1979 zur Vorsitzenden der Sektion Klinische Pharmakologie und 1984-1988 in den Vorstand der Gesellschaft gewählt worden.

Die wissenschaftlich-organisatorische Tätigkeit W.s schloss auch ihre maßgebliche Teilnahme an zahlreichen Symposien, Kongressen und Tagungen ein, wo Probleme der Klinischen Pharmakologie diskutiert wurden. Einige solcher Symposien organisierte sie selbst, so z.B. über "Patienten Compliance", über "Bioäquivalenz und Arzneimittelsicherheit".

Endlich wirkte W. als Mitherausgeberin einiger Zeitschriften: 1978-1992 gehörte sie dem Redaktionsbeirat der "Arzneimittelforschung", 1982-1991 war sie für die Abteilung "Klinische Pharmakologie" in der Zeitschrift "Innere Medizin" verantwortlich und gleichzeitig war sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats in der "European Journal of clinical Phamacology".

Mehr als 20 Jahre wirkte W. als allein verantwortliche Bearbeiter für die Sachgebiete Medizin und Toxikologie beim Nachschlagwerk "Handbuch der gefährlichen Güter".

Während mehrerer Jahre bemühten sich die Fakultät, das Rektorat, sowie das Kultusministerium, W. zu Ordinaria zu befördern. Alle diese Versuche scheiterten am Widerstand des Finanzministeriums.

Im Juli 1991 wählte man W. zur Prorektorin für die Amtszeit vom 1.10.1991 bis 30.09. 1993. Ihre sich drastisch verschlechternde Gesundheit erlaubte ihr aber nicht, dieses Amt anzutreten. W. starb an eine unheilbare Krankheit Ende 1992.

 Von W. stammen 560 Publikationen, einschließlich der Referate ihrer zahlreichen Vorträge und mehrerer Artikel für Popularisierung der Klinischen Pharmakologie: W. kämpfte unermüdlich für die Anerkennung ihres Fachs und benutzte jede Möglichkeit, auf "die desolate Lage der Klinischen Pharmakologie in Deutschland" (1986, 82) hinzuweisen. "Während in den USA die Klinische Pharmakologie als spezielles Arbeitsgebiet 1963 gesetzlich eingeführt wurde, hat der Gesetzgeber in Deutschland den Namen des Faches noch in keiner Stelle in einschlägigen Gesetztexten fixiert" (ebd., 83), schrieb sie nicht ohne Empörung.

Ihre Untersuchungen ergaben sich meist aus Problemen, die direkt aus der Klinik kamen. Eine der wichtigsten Forschungsrichtungen war dabei die Bioverfügbarkeit der Arzneimittel, d. h. Untersuchungen, welcher Anteil eines Arzneimittels unverändert dem Ziel im Organismus zur Verfügung steht. Dazu ist nötig, die Verteilung des Arzneimittels im Organismus, seinen Um- und Abbau und die Resorption zu untersuchen.

Sehr gründlich erforschte W. das Problem der unerwünschten Arzneiwirkungen. Diese können durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden - nicht nur durch das Arzneimittel selbst, sondern durch Umwelteinflüsse, durch den Arzt (z. B. wegen einer Überdosierung), sowie durch den Patienten, d.h. durch seine physiologischen und biochemischen Eigenartigkeiten, sowie  seine psychologischen Einstellungen. Teilweise sind diese Forschungen in dem von W. herausgegebenen Nachschlagwerk (1983, 21988) zusammengefasst. Im Anschluss zu dieser Problematik wurden auch Interaktionen von Arzneimitteln untersucht.

Ein weiteres Arbeitsfeld W.s war die wirtschaftliche Seite der Arzneimitteltherapie: Es wurden  Verschreibungsregel für Ärzte unter Berücksichtigung einerseits des Preisvergleichs, andererseits der Vor- und Nachteile von Präparaten mit ähnlichen Eigenschaften erarbeitet.

Eine besondere Richtung bildete der psychologische Aspekt der Pharmakotherapie, nämlich die sog. Patienten-Compliance (Therapietreue), denn tatsächlich folgt nur etwa die Hälfte der Patienten den verschriebenen Rezepten. Eine "Non-Compliance" bedeutet einerseits direkte bzw. indirekte Verschwendung, andererseits auch die Entstellung von Ergebnissen der Arzneimittelprüfungen. Eben das letzte Problem veranlasste W. sich diesem Forschungsgebiet zu wenden, um herauszufinden, wie ernst die Ergebnisse aus klinischen Studien zu bewerten sind.

Die von W. aufgegriffenen Themen sind sehr vielseitig, aber viele der scheinbar getrennten  Gegenstände standen tatsächlich in engem Zusammenhang wie Mosaiksteinchen hinsichtlich der Erarbeitung eines übergeordneten Konzeptes der Klinischen Pharmakologie. Leider hatte W. keine Zeit mehr, dieses Konzept in Buchform zu verfassen: Sie lebte nur 62 Jahre.

Q UA Heidelberg: Studentenakte W.; H-III-862/135, Nr. 202 (Promotion W.); PA 6250, PA 9324, PA 9624 (Personalakten W.); Auskunft des StadtA Heidelberg vom 21.12.2012.

W  (mit E. Gerlach) Papierchromatographische Trennungsmethode für die säurelöslichen Phosphorverbindungen aus Nierengewebe, in: Naunyn-Schmiedenberg?s Archiv für experimentelle Pathologie u. Pharmakologie 224, 1966, 496-522; Die Beeinflussung d. säurelöslichen Phosphor-Verbindungen in Rattenerythrocyten durch intraperitonale Verabreichung von Adenosin, AMP, ATP u. Guanosin, in: Hoppe-Seyler's Zs. Für Physiologische Chemie 321, 1960, 610-628; (mit O. Eichler u. M Parwahab) Über die Größe d. Interzellularraumes in Sedimenten aus Schweinethrombocyten, in: Hoppe-Seyler's Zs. Für Physiologische Chemie 325, 1961, 97-105; (mit S. Malessau. H. G. Lasch) Veränderungen d. freien Thrombozytennukleotide beim Sanarelli-Shwartzman-Phänomen, in:  Thrombosis et diathesis haemorrhagica, 9, 1963, 304-316; (mit E. Morgenstern u. R. Müller) Zytochemische u. fluoreszenzmikroskopische Veränderungen bei Leukozyten u. Blutplättchen während d. Gerinnung, in: Thrombosis et diathesis haemorrhagica, 18, 1967, 736-744; (mit W. Liebenow u. B. Schmidt), Suizidversuch mit Meliiram, in: Münchener med. Wochenschrift 110, 1968, 1238-1241; Zur Pharmakologie d. Blutplättchen, in: Die Medizinische Welt, 1969, Nr. 34, 1858; (mit Mitarbeitern) Über die Wirkung von Lipidemulsionen auf Blutplättchen, I, II, III, in: Thrombosis et diathesis haemorrhagica, 22, 1969, 513-524, 525-543, 23, 1970, 99-109; Aufgaben, Pläne u. Probleme einer klinisch-pharmakologischen Abteilung, in: Arzneimittel-Forschung 21, 1971, 1489-1491; (mit U. Gundert-Remy u. a.) Veränderungen d. Halbwertzeit von Antipyrin u. Tolbutamid bei chronischen Alkoholikern im Verlauf d. Entziehungstherapie, in: Innere Medizin 2, 1975, 67-72; Die Acetylsalicylsäure in d. Prophylaxe u. Therapie thrombolischer Erkrankungen, in: Die Medizinische Welt 26, 1975, 1493-1498; Medikamentös verursachte Schäden d. Arterien- u. Venenwand, ebd. 27, 1976, 702-706; Praxis u. Ergebnisse d. Klinischen Pharmakologie u. ihre Auswirkungen auf die Pharmakotherapie, in Therapiewoche 26, 1976, 8006-8018; (mit U. Gundert-Remy u. a.) Digitaliserhaltungtherapie: einmalige oder verteilte Gabe d. Tagedosis, in: Innere Medizin 4, 1977, 157-160; Probleme d. Dosisfindung aus d. Sicht des klinischen Pharmakologen, in: Arzneimittel-Forschung 27, 1977, 264-272; Compliance als unterbewertetes Problem d. Pharmakotherapie, in: E. W., U. Gundert-Remy, A. Screy (Hg.), Patienten Compliance, 1977, 37-44; (mit U. Gundert-Remy u. a.) Studien zur Regelmäßigkeit d. Einnahme verordneter Medikamente bei stationären Patienten I, II, in: Innere Medizin. 5, 1978, 27-33, 78-83; Die Klinische Pharmakologie in d. ärztlichen Fort- u. Weiterbildung, in: D. Internist 19, 1978, 385-390; Fehlermöglichkeiten bei d. klinischen Datenerfassung, in: Arzneimittel-Forschung 28, 1978, 2036-2040; Ökonomische Arzneimitteltherapie bei Herz- u. Kreislaufkranken in d. Praxis, in: D. Praktische Arzt 16, 1979, 1198-1206; Unerwünschte Arzneiwirkungen von Antibiotika, in: Therapiewoche 29, 1979, 4639-4646; Was hat die Klinische Pharmakologie d. praktischen Medizin zu bieten, ebd., 8293-8298; (mit M. Hollmann, Hg.) Drug Utilization Studies in Hospitals. A Satellite Symposium of the World Conference on Clinical Pharmacology and Therapeutics, London, August 9, 1980, 1981; Ethische Erwägungen ? praktische Probleme bei d. Arzneimittelprüfung am Menschen aus d. Sicht d. Klinischen Pharmakologie, in: W. Doerr u.a. (Hg.) Recht u. Ethik in d. Medizin, 1982, 162-167; Einfluß von Interventionsmaßnahmen auf die Medikamenten-Compliance, in: Münchener medizinische Wochenschrift 125, 1983, Nr. 5, 89-91; (Hg. u. Mitverfasser) Taschenbuch d. unerwünschten Arzneiwrkungen. Ein Nachschlagwerk für die tägliche Praxis, 1983, 21988; Abteilung Klinische Pharmakologie, in: G. Shettler (Hg.): Das Klinikum d. Universität Heidelberg u. seine Institute, 1986, 79-83; Beobachtung u. Bewertung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen in d. Bundesrepublik Deutschland, in: 25 Jahre Arzneimittelgesetz - Fortschritte d. Arzneimittelsicherheit, Symposium des Bundesverbandes d. Pharmazeutischen Industrie [1986], 56-70; (Hg.) Bioäquivalenz u. Arzneimittelsicherheit. Symposium d. medizinisch Pharmazeutischen Studiengesellschaft, Bonn, 6. Nov. 1986, 1987; Arzneimittelsicherheit, in: Münchener medizinische Wochenschrift 129, 1987, Nr. 17, 316-318; (mit R. Ding) Die Bedeutung d. galenischen Zubereitung für die Therapie mit Nifedipin, in: Innere Medizin 15, 1988, 139-144; (mit A. Schulte-Bockholt) Tödlich verlaufende Herzrhythmusstörung unter Pentamidin, in: Innere Medizin 16, 1989, 34-36; Oskar Eichler +, in: Ruperto Carola H. 79, 1989, 115-117; (Hg.) Risk Factors for Adverse Drug Reactions - Epidemiological Approaches, 1990; Phase-III-Prüfungen, in: H. P. Ferber u.a. (Hg.), Grundlagen u. Methoden von Arzneimittelprüfungen, 1990, 193-204; Ethische Herausforderung am Krankenbett: Denkstile u. Handlungsbegründungen aus d. Sicht des Wissenschaftlers, in: Verhandlungen d. Deutschen Ges. für Innere Medizin 96, 1990, 669-674; Situation u. Perspektiven d. klinischen Pharmakologie, in: Deutsches Ärzteblatt 87, 1990, B389-B392; (mit R. Ding u.a.) Zum Problem d. Bioverfügbarkeitsmessung bei niedrigdosierten ß-Acetyldigoxin-Fertigarzneimitteln, in: Innere Medizin 18, 1991, 68-70; Vorstellung des neuen Rektorats. Ellen Weber, in: Ruperto Carola H. 83/84, 1991, 8-10; (mit I. Walter-Sack u. a.) Lack of accumulation of midazolam in plasma and lipoprotein fractions during intravenous lipid infusions in patients on artificial respiration, in: European Journal of Clinical Pharmakology 42, 1992, 71-75.

L Ursula Gräfen, Prof. Dr. E. W. ist sechzig geworden: Große Ziele, harte Arbeit - so etwas macht ihr Spaß, in: Ärzte-Zeitung, 15/16 Sept. 1989, Nr. 174, S. 25 (B); G. Schettler, Bequem war sie nie, aber hoffentlich bleibt sie so, ebd. (B); G. Schettler, Zum Tode von Prof. Dr. E. W.: E. W. Unermüdliche Kämpferin für Patient u. Forschung, ebd. 10 Dez. 1992, Nr. 224, S. 3 (B); B. Kammerell, Zum Tode von E. W., in: Rhein-Neckar-Zeitung, 12/13 Dez. 1992, Nr. 288, S. 9; H. Kleinsorge, In memoriam Professor Dr. med. E. W., in: Arzneimittel-Forschung 43, 1993, 77 (B); D. Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933-1986, 2009, 649.

B UA Heidelberg: Studentenakte W. (Photo ca. 1951); PA 9324 (Photo ca. 1965), Pos I 003203 (Photo 1976); G. Shettler (Hg.): Das Klinikum d. Universität Heidelberg u. seine Institute, 1986, S. 229; 25 Jahre Arzneimittelgesetz - Fortschritte d. Arzneimittelsicherheit, Symposium des Bundesverbandes d. Pharmazeutischen Industrie [1986], S. 56; Ruperto Carola H. 83/84, 1991, 9.

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