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Ramsauer, Carl (1879-1955), Physiker

Category: Kurzbiografien Published: Friday, 04 December 2015 Written by Alexander

Ramsauer, Carl Wilhelm, Physiker

*6.02.1879 Osternburg (heute: Stadtteil von Oldenburg). Ev. +24.12.1955 Berlin

V Carl Wilhelm R. (1818-1883), Pastor in Oldenburg..

M Auguste Charlotte Henriette, geb. Frerichs (1837-1901).

G 4 Halbbrüder aus d. ersten Ehe des Vaters: Johannes Daniel (1851-1884), Gottfried Arnold (1859-1883), Carl Friedrich Otto (*1860), Pastor, Daniel Theodor (*1861), Pastor, u. noch zwei frühgestorbenen Kinder; 5 leibliche Geschwister: Friedrich Wilhelm August (*1867), Carl Ludwig August (1869-1873), Gustav Wilhelm (*1871), Clara Wilhelmine Marie (1873-1925), Bertha Johanna Elisabeth (1976-1928).

∞ 9.09.1919 (Oberhof in Thüringen) Meta Braun (1893-1946 oder 1948?)

∞ 7.05.1949 () Charlotte Fischer (1908-)

K 3: 2 Söhne, 1 Tochter

  1897 Ostern                Abitur am Gymnasium in Oldenburg

               1895-1902                  Studium Mathematik u. Physik an den Universitäten München (SS 1897, WS 1897/98), Tübingen (SS 1898), Berlin (WS 1898/99–SS 1900), Kiel (SS 1901–SS 1902)

               1902 XII 20                 Promotion summa cum laude zum Dr. phil. an d. Universität Kiel; Diss.: „Über Ricochetschuß“

               1902 V – 1906 IV        Wissenschaftler am Torpedo-Laboratorium, Kiel

               1906 X – 1907 IX        Einjähriger Freiwilliger beim Feld-Artillerie-Regiment Nr. 6 zu Breslau

               1907 X- 1909 III          Wissenschaftlicher Assistent am Physikalischen Institut d. Univ. Heidelberg

               1909 IV- 1921 III         Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Radiologischen Instituts ebd.

                1909 VII                      Habilitation im Fach Physik; H.-schrift: „Experimentelle u. theoretische Grundlagen des elastischen u. mechanischen Stoßes“; Probevortrag: „Physikalische Beweise d. radioaktiven Umwandlungen“ 14.07.1909; öffentliche Probevorlesung „Das Wesen d. α-Strahlen 30.10.1909

               1914 VIII – 1918 XII    Kriegsdienst: zunächst Unteroffizier, dann Leutnant der Landeswehr beim Feld-Artillerie-Regiment 30 an der Westfront, später Fliegerschutz in Lille, anschließend EK I. u. II. Kl,, Oldenburger Kreuz I. u. II. Kl.

               1915 XII                      Verleihung des Titels a. o. Professor

               1921 IV – 1928 III       o. Professor d. Experimentalphysik u. Direktor des Physikalischen Instituts an d. TH Danzig

                1928 IV- 1945 IV        Direktor des Forschungsinstituts der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft, Berlin

                1946-1952                  o. Professor d. Experimentalphysik an d. TU Berlin

Ehrungen: Korr. Mitglied d. Deutschen Akademie für Luftfahrtforschung (1942); Dr. rer. nat. h. c., TH Karlsruhe (1950); Ehrenmitglied d. Deutschen Physikalischen Ges. (1951, damals: Verband Deutscher Physikalischen Gesellschaften); das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens d. BRD (1954)

R. wurde als letztes, zwölftes, Kind in eine Pfarrersfamilie geboren. Sein Vater starb, als R. erst vier Jahre alt war. So war R. sehr früh auf sich selbst angewiesen. Wahrscheinlich deswegen entwickelte sich bei ihm ein zäher Wille, aber auch eine gute Menschenkenntnis. Um seine Ausbildung kümmerte sich der Bruder des Vaters, Oberschulrat G. Ramsauer. Dank dessen Unterstützung konnte R. seinen Wunsch erfüllen, Mathematik und Physik zu studieren, obwohl dies damals als aussichtlos galt. Nach insgesamt sieben Semestern in München, Tübingen und Berlin ergriff R. die Möglichkeit, vertretungsweise eine Stelle am Mariengymnasium in Jever (Oldenburg) zu übernehmen. Ein dreiviertel Jahr lang erteilte er den ganzen Mathematik- und Physikunterricht, was auch ihm selbst sehr lehrreich war. Sein Interesse verschob sich dabei von der Mathematik hin zur Physik.

Ostern 1901 immatrikulierte R. an der Universität Kiel, um Physik zu studieren. Am Kolloquium von Philipp Lenard (→ II, 184) „lernte ich <…> zum ersten Mal lebendige Physik kennen“, erinnerte sich R. im Alter (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 102). R.s rege Teilnahme am Kolloquium – jedes Semester hielt er dort einen Vortrag – veranlasste Lenard R. vorzuschlagen, eine Doktorarbeit bei ihm zu machen. R., so er selbst, „war aber durch Lenards kleinliche Doktorandenführung, besonders durch den völligen Mangel an selbständiger Arbeitsmöglichkeit abgeschreckt worden“ (ebd.). Er lehnte ab. Damit zeigte sich der junge R. bereits als eine unabhängige Persönlichkeit mit Rückgrat. Bemerkenswert ist, dass R. dabei die guten Beziehungen mit Lenard bewahren konnte. Er wandte sich aber an den Professor für theoretische Physik Leonhard Weber (1848-1919), der eher Experimentalphysiker war, Weber war bereit, dass R. ein selbstgewähltes Thema bei ihm als Dissertation bearbeitete und stellte ihn einen Raum zur Verfügung.

R. wählte die wenig untersuchte physikalische Erscheinung, dass eine schnell bewegte Kugel von der Wasseroberfläche abprallt. Er konstruierte ein Gerät für seine Experimente und konnte nach einem Jahr mit der Dissertation „Über Ricochetschuß“ erfolgreich promovieren. Interessant sind Thesen, die R. für die traditionelle öffentliche Disputation vorlegte, so: „Zur Erklärung des phylogenetischen Zusammenhanges der Arten ist bis jetzt keine befriedigende Theorie aufgestellt werden; insbesondere ist die speciell Darwinistische Hypothese durchaus unzureichend“. „Für ein gründliches Studium der Physik ist eine eingehende Beschäftigung mit der Metaphysik unentbehrlich“ (1903, 43). Vermutlich waren solche Anschauungen ihm durch das Milieu seiner Kindheit und Jugend eingeprägt worden.

Nun musste R. Geld verdienen. Durch Webers Vermittlung erhielt er noch als Doktorand die Stelle eines physikalischen Assistenten an dem Kaiserlichen Torpedo-Laboratorium in Kiel, damals die Zentralstelle für alle Probleme der Unterwassersprengtechnik. R. hatte selbständig eine Menge verantwortungsvoller Aufgaben zu erledigen. Ab Ostern 1904 wurde er zum Ersten Assistenten befördert. Er „litt aber darunter, dass die übertriebene Geheimhaltung jede Veröffentlichungsmöglichkeit ausschloss“ (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 105). Ostern 1906 verließ R. diese Stelle, „welche meiner Neigung zu den wissenschaftlichen Studien auf die Dauer nicht entsprach“, so im Lebenslauf vom 1909 (UA Heidelberg, PA 2125).
Inzwischen verlieh ihm die Universität Kiel, mit der R. in stetiger Verbindung blieb, ein halbjähriges Reisestipendium für Studien in England. Nach Empfehlungen von Lenard arbeitete er experimentell an dem University College of London bei dem Physikprofessor Frederick Trouton (1863-1922).

Ende September 1906 kehrte R. nach Deutschland zurück, um seiner Militärpflicht in Breslau zu genügen. Dabei konnte er auch an der dortigen Universität an dem physikalischen Kolloquium teilnehmen.

Anschließend, nach der Vereinbarung mit Lenard, der ab 1907 nach Heidelberg berufen worden war, kam R. zu ihm als Assistent des Physikalischen Instituts. Als Hauptaufgabe des ersten Jahres hatte R. den Aufbau der Experimentalvorlesung, die Lenard modernisieren wollte. Nach Lenards Vorgaben hatte R. Demonstrationsversuche vorzubereiten – für jedes Kolleg brauchte er dazu zehn bis zwölf Stunden, danach führte Lenard die letzte Prüfung durch. Für R. wirkte diese Tätigkeit „wie ein Privatissimum der Vorlesungstechnik“ bei dem großen Experimentator Lenard, so dass „dieses Vorlesungsjahr in physikalischer Beziehung wohl das schönste meines Lebens gewesen [ist]“ (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 106 u. 107).

Im Frühjahr 1909 wurde in Heidelberg das „Radiologische Institut“ gestiftet, das mit dem Physikalischen Institut verbunden wurde, beide standen unter Lenards Leitung. Das neue Institut musste, gemäß der Bedingung der Stiftung, Probleme der physikalischen sowie der medizinischen Radiologie bearbeiten. Bald, 1912-1913, wurde am Philosophenweg ein neues Gebäude für beide Institute errichtet. Es „erfüllte räumlich, maschinell und apparativ wirklich alle nur wünschenswerten Anforderungen“ (ebd., 109). Mit der Eröffnung des Radiologischen Instituts wurde R. dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter eingesetzt und mit Aufgaben von medizinischer Bedeutung betraut.

Zu diesem Zeitpunkt war R. mit seiner Habilitationsschrift fast fertig. Sein Thema – es handelte sich um Stöße von festen Körpern – wählte und bearbeitete er völlig unabhängig von Lenard, es lag ganz außerhalb von dessen Forschungsgebiet. Lenard blieb aber wohlwollend und in seinem Gutachten stand zusammenfassend: „Die Arbeit ist ein Künstlerstück von seiner Experimentier- und Messkunst und von theoretischer Interpretation“ (UA Heidelberg, H-V-4/7, Nr. 87).

Als Privatdozent begann R. im WS 1909/1910 mit zwei Vorlesungen; „Mathematische und historische Erläuterungen zur Experimentalphysik“ (2 Stunden wöchentlich) und „Geschichte der Physik“ (1 Stunde pro Woche). Aktives Interesse für die Geschichte seiner Wissenschaft pflegte R. bis zum Lebensende. Später fügte R. mehrere Vorlesungen zur Thematik des Instituts hinzu, z. B. „Dispersion und Metalloptik“, „Ausgewählte Kapitel der Elektronentheorie“ „Strahlung und Lichtquantenhypothese“. Für SS 1914 erhielt R. einen Lehrauftrag für eine Experimentalvorlesung über Radiologie.

Gleichzeitig arbeitete R. intensiv als Experimentator und publizierte eine Reihe von Artikeln aus der medizinischen und physikalischen Radiologie, teilweise mit Lenard. Die bedeutendste seiner damaligen Arbeiten war die Erfindung einer neuen sehr effektiven magnetischen Methode, die statistische Verteilung freier Elektronen nach ihren Geschwindigkeiten zu messen. Er hatte den entsprechenden Artikel noch vor Kriegsausbruch zum Druck abgeschickt, die Korrektur sollte Lenard lesen, weil R. ab 1. August 1914 einberufen wurde.

Zunächst als Artillerieoffizier an der Westfront eingesetzt, dann, dank eigener Initiative, beschäftigte er sich in Lille und Berlin mit technischer Ausbildung der Artillerieoffiziere im Flakschießen. Über diesen Gegenstand, Schießlehre der Flak, wurden zwei seine Arbeiten 1916 und 1917 militärisch, also geheim, herausgegeben.

Inzwischen kümmerte sich Lenard, damals Dekan, um eine akademische Beförderung R.: Im Oktober 1915 stellte er der Fakultät einen Antrag über eine Ernennung R.s zum a.o. Professor. Dort stand u.a.: R. „hat…fortdauernd und in steigendem Maße als gediegener und kundiger Forscher und dementsprechend auch als Lehrer gewirkt in einer Weise, dass wohl angenommen werden kann, er sei mitberufen, in nächster Zukunft zu den besten Vertretern seines Faches zu gehören“ (UA Heidelberg, H-V-4/14, Nr. 6). Der Antrag wurde angenommen, und Ende Dezember war das Verfahren abgeschlossen.

Hoch dekoriert kehrte R. Anfang 1919 nach Heidelberg zurück und begann sofort wieder seinen Unterricht, sowie die Forschung. Im „Kriegssemester“ 1919 las er die große Vorlesung über Experimentalphysik statt Lenard, ab SS 1919 sein Kurs über Radiologie.

Gegenstand seiner Forschung war das Dringen freier Elektronen durch Gase. R. führte dazu den Begriff „Wirkungsquerschnitt“ ein: je größer der Wirkungsquerschnitt eines Gasmoleküls, desto wahrscheinlicher wird es von einem Elektron getroffen, und desto weniger Elektronen können das Gas durchdringen. In akribischen, mehrmals überprüften Experimenten, die auf seiner vor dem Krieg geschaffenen magnetischen Methode basierten, maß R. Wirkungsquerschnitt langsamer Elektronen in Argon. Er fand dabei, dass Argon für niedrigenergetische Elektronen fast vollständig durchlässig ist: Die Kurve Wirkungsquerschnitt gegen Elektronenenergie zeigte ein deutliches Minimum. Diese Erscheinung konnte durch keine damalige Theorie erklärt werden. Die ersten Ergebnisse, vom August 1920, trug R. der Physikalischen Sektion der 86. Naturforscherversammlung in Nauheim im September 1920. Sie wurden kritisch angenommen. Ausführlicher erschienen sie Anfang 1921 in den „Annalen der Physik“, später folgten zwei Ergänzungen.

R.s zweiter Vortrag über die unerwartete Erscheinung vor dem Physikertag im September 1921 in Jena, wo er auch die vorjährige Kritik zurückwies, rief Anregung unter den Physikern hervor: Der Effekt, bald R.-Effekt genannt, schien theoretisch unmöglich und manche Physiker hofften, dass er durch experimentelle Fehler bedingt sei. Während 1922-1924 und auch später erhielt man jedoch unabhängige experimentelle Bestätigungen in Deutschland und im Ausland. Der Effekt konnte erst aufgrund der Theorie von Lous de Brogle (1882-1987) über die Wellennatur der Materie verstanden werden, zeigte sich damit als die erste Bestätigung der Wellennatur der Elektronen und trug wesentlich dazu bei, dass die neue Theorie sich festigen konnte.

Zu Ostern 1921 wurde R. als o. Professor für Experimentalphysik und Direktor des Physikalischen Instituts an die TH Danzig berufen. Er war sehr froh, zum ersten Mal ganz selbständige Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten. R. gestaltete sein Institut aus, wie er es in Heidelberg gelernt hatte, zu einer Forschungs- und Lehreinrichtung, die man bisher nur an Universitäten antreffen konnte. Ergänzend zu den wissenschaftlichen Praktika führte R. auch Handfertigkeitspraktikum ein, bei dem künftige Physiker lernen konnten sich gelegentlich ohne Werkstatt selbst zu helfen. Auch für Bewerber zum höheren Lehramt wurde außer dem üblichen Anfängerpraktikum ein besonderes Demonstrationspraktikum gehalten.

Den Schwerpunkt bildeten aber Forschungsarbeiten. Dabei veranlassten R. seine negativen Erfahrungen bei der autoritären und kleinlichen Leitung des Instituts durch Lenard, möglichst viel Selbständigkeit und Vertrauen seinen Mitarbeitern einzuräumen und zu fördern. Die Hauptrichtung seiner Forschungen blieb die weitere Untersuchung des in Heidelberg entdeckten „R.-Effekts“ – mit anderen Gasen und im erweiterten Energiebereich. R. hütete sich aber vor zu enger Spezialisierung, indem er auch ganz andere Fragestellungen bearbeitete, wie z. B. das Verhalten schnell bewegter Kugeln im Wasser.

Insgesamt gelang es ihm, das Ansehen der Physik innerhalb der Hochschule und auch beim Senat der Freien Stadt Danzig so weit zu heben, dass er, aus Anlass eines Rufs nach Halle (1924), eine wesentliche Erweiterung des Instituts, besonders den Bau eines großen physikalischen Hörsaals durchsetzen konnte.

Ende 1927 erhielt R. das Angebot, ein Forschungsinstitut für die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) in Berlin einzurichten und zu leiten. Eine Reorganisation der AEG-Laboratorien wurde bereits 1920 geplant, wobei man R. schon damals als passenden Mann dazu ansah (UA Heidelberg, PA 2125). Die Reorganisation wurde aber verschoben und erst 1927 wieder aktiviert. Nach einigem Schwanken wagte es R., in die Industrie zu gehen und ein Institut großen Stils aufzubauen. Dabei nahm er seine besten Mitarbeiter, insbesondere Ernst Brüche (1900-1985) und Rudolf Kollath (1900-1978), mit.

Von Anfang an strebte R. eine hauptsächlich rein wissenschaftliche Forschungsstätte mit dem Schwerpunkt Physik an. „Der Erfolg wird gerade dann am größten sein, wenn der wissenschaftliche Erkenntnistrieb durch keine anderen Rücksichten gestört wird“ (Einführung, 1928-1929, 5). In diesem Sinn publizierte R. bereits 1929 den Artikel „Sollen die technisch-physikalischen Forschungslaboratorien der Industrie rein wissenschaftliche Forschung betreiben?“, wo er aufgrund nüchterner wirtschaftlicher Überlegung diese Frage „mit einem vollen ‚Ja‘“ beantwortete (1929, Sollen…, 226). Er war tief überzeugt, dass es sich bei seinem Institut „nicht lediglich um die unmittelbar verwertbaren wissenschaftlichen Ergebnisse handelte, sondern besonders auch um Hebung des ganzen Personalniveaus und um die Heranziehung eines hochstehenden Nachwuchses“ (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 126). Und in diesem Sinn baute R. sein Institut auf. Es wurde am 1. April 1928 mit insgesamt 30 wissenschaftlichen Mitarbeitern eröffnet, in zehn Jahren wurden daraus ca. 120. Von ursprünglich acht Laboratorien entsprach vor allem das für „Allgemeine Physik“ unter Leitung von E. Brüche den Bestrebungen R.s. Während der nächsten Jahre wurden hier Grundlagen der Elektronenoptik geschaffen und das elektrostatische Elektronenmikroskop erfunden. Für die eigenen Forschungen hatte R. ein Laboratorium eingerichtet. In Berlin hatte er keine Zeit mehr, eigenhändig zu experimentieren. Er setzte jedoch Untersuchungen über Wirkungsquerschnitte verschiedener Gase gegenüber Elektronen und Ionen fort; die eigentliche Experimentalarbeit erfüllte R. Kollath. Im Juni 1935 konnten diese Arbeiten abgerundet werden. Bemerkenswert: Zur Mitte der 1930er Jahre galten R.s Daten als die zuverlässigsten unter den Daten vieler konkurrierender Experimentatoren weltweit (Gyfong, 1995, 298).

Sein Credo als Leiter formulierte R. bei einer Berufsbeschreibung: Für den Laboratoriumsleiter gilt „die Forderung <…>, dass er seinen Mitarbeitern die genügende Freiheit und Anerkennung lässt. Er muss also auf persönliche Eitelkeit verzichten und seinen Erfolg in dem Erfolg des ganzen Laboratoriums sehen“ (Der Physiker, 1940, 18).

In diesem Sinn wirkte R. auch, als er 1931 zum Honorarprofessor für Physik an der TH Berlin ernannt wurde. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ließ er in seinem Institut laufend Diplom- und Doktorarbeiten durchführen. Während 1931-1937 wurden im Institut 21 Dissertationen gefertigt (spätere Daten fehlen).

In die Berliner Zeit fällt auch die vielseitige organisatorisch-wissenschaftliche Tätigkeit R.s als Herausgeber. Ab 1932 wirkte er als Schriftleiter der „Zeitschrift für technische Physik“, In dieser Eigenschaft organisierte R. bei demselben Verlag auch die Reihe „Die Physik in regelmäßigen Berichten“, deren Herausgeber er wurde. Bei der AEG gründete R. das „Jahrbuch des Forschungsinstituts“ der AEG, das er herausgab. Auch einige Sammelbände, von denen „Das freie Elektron“ (1940) besonders wichtig ist, stammen von R.

Im März 1935 kündigte Deutschland den Versailler Vertrag, Hitler deklarierte die „Wiedererlangung der Wehrfreiheit“ und für Deutschland, auch für AEG, begann eine Zeit für Forschungen, die hauptsächlich auf Ziele der Rüstung orientiert waren.

Die Rüstungsthematik war R. seit seinen Jahren im Torpedo-Laboratorium bekannt, er sah sie für seine Heimat als notwendig. R.s Tätigkeit während des Ersten Weltkriegs war auch ein Beitrag zur Artillerie-Entwicklung. R. hatte keine pazifistischen Träume und sah seine Arbeit für das Militär als seine patriotische Pflicht, die er von der NS-Ideologie entschieden trennte: Er hatte sich „von der Partei möglichst ferngehalten“ (1947, Zur Geschichte,,,,112)

Dies zeigte sich bereits vor der „Machtübernahme“: 1931 emeritierte Lenard in Heidelberg, und die Berufungskommission benannte R., aufgrund der Empfehlungen leitender Physiker Deutschlands, als möglichen Nachfolger Lenards (UA Heidelberg, H-V-4/29, Nr. 46 u. 77; B-7818/1). R. jedoch vermied Verhandlungen mit der Heidelberger Universität, „da ich – so er selbst – nur die Wahl gehabt hätte zwischen einem unheilbaren Krach mit ihm [Lenard] einschließlich NSDAP und der Teilnahme an dem beschämenden ‚Aufbruch der deutschen Physik‘“ (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 118).

Dank dieser Einstellung und besonders wegen des Umstandes, dass R. kein Staatsbeamte war, wählte man ihn im September 1940 zum Vorsitzenden der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG); bisher, seit 1937 war er der Vorsitzende der Berliner Physikalischen Gesellschaft. R. sah seine Pflicht in der Unterstützung der Physiker-Zunft. Tatsächlich blieb die DPG die einzige, die die Aufnahme in die 1937 gegründete Dachorganisation, dem NS Bund Deutscher Technik, vermeiden konnte. Durch die Betonung der Rolle der Physik für kriegswichtige Arbeiten wurde vielen Physikern der Frontdienst erspart. Als bedeutende Leistung R.s als Vorsitzender der DPG ist die Gründung der Zeitschrift „Physikalische Blätter“ (ab 1944) zu nennen.

Über R.s Tätigkeit an der Spitze der DPG sind die Meinungen geteilt. R. selbst und seine Zeitgenossen glaubten, dass es ihm gelang, Selbständigkeit der Gesellschaft zu bewahren, dass “die Gesellschaft sich nicht den wissenschaftsfeindlichen Tendenzen der Partei servil gefügt hat, sondern für die ihr anvertrauten Ideale mutig eingetreten ist“ (1947, Zur Geschichte…, 110). R. verstand es, den pragmatischen Kräften in der NS-Leitung die Rolle der Physik für die Rüstung zu zeigen, wobei er selbstverständlich „zeitbedingte Äußerungen und Hinweise“ (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 2) benutzte. Z.B. betonte er in einem Vortrag, dass die Physik „für den wirtschaftlichen und militärischen Wettbewerb der Völker eine Waffe von größter, vielleicht einmal entscheidender Bedeutung [ist]“ (1943, Über Leistung…, 86). Die modernen Wissenschaftshistoriker meinen aber, dass der Preis des Erhaltens der Physik im Dritten Reich eigentlich eine tatsächliche Unterstützung des NS-Regimes durch aktive Teilnahme an der Rüstungsindustrie und Erfüllung der von Militär gestellten Aufgaben war (s. H. Maier, 2002, D. Hoffmann, 2007). Es ist jedoch der Meinung eines Zeitgenossen zuzustimmen: „Wie schwer es zu jener Zeit jeder hatte, der sich in exponierter Stellung und damit zwischen zwei Feuern, den Parteigrößen auf der einer Seite und den Weichen im eigenen Lager auf der anderen befand, wissen nur diejenigen, die selbst sich in einer solchen Stellung durchzusetzen hatten, und nur sie sind zu einem Urteil berechtigt“ (Zenneck, 1949, 477).

Nach dem Zusammenbruch wurde das Berliner Forschungsinstitut der AEG, der sich im russischen Sektor befand, praktisch vollständig demontiert, die Arbeit dort wurde unmöglich. Bald nahm R. einen Ruf an die neugegründete im englischen Sektor liegende Technische Universität Berlin (die Nachfolgerin der Berliner TH) als o. Professor der Experimentalphysik an. Zunächst hatte er eine Unzahl von Schwierigkeiten der Nachkriegszeit zu überwinden. Sein erstes großes Kolleg musste er fast ohne Demonstrationen, im ungeheizten Institut, mit Pelzmütze halten. Allmählich gelang es ihm, die bauliche Neuerstellung der stark zerstörten Laboratorien- und Praktikumsräume zu verwirklichen und die nötigsten Geräte und Instrumente zu beschaffen. Er emeritierte mit 73 Jahren.

Außer seiner Arbeit an der Technischen Universität blieb R. als freier Betreuer an der AEG tätig und – noch mehr - leistete eine intensive literarische Arbeit, insbesondere für die Verbreitung physikalischer Kenntnisse und die bessere Behandlung der Fragen des physikalischen Unterrichts. Bis zum Lebensende betreute er die „Physikalische Blätter“. Er bereitete auch ein dreibändiges Werk „Grundversuche der Physik in historischer Darstellung“ vor, konnte aber nur den ersten Band publizieren.

Von R. stammen über 100 Publikationen. Seine wichtigsten Forschungsarbeiten gehören zu drei Gebieten: hydrodynamische und mechanische Arbeiten; lichtelektrische Arbeiten; „Arbeiten über die Wechselbeziehungen zwischen Korpuskeln und Materie“, so formulierte er es selbst (1952, Über meine.., 66). Darüber hinaus sollten seine Werke zur Geschichte der Physik angeführt werden, u. a. sehr inhaltsreiche und unvoreingenommene Aufsätze über Philipp Lenard (A des Technoseums DoA 777, Nr. 22a und 329); später wurden sie größtenteils in R.s Erinnerungen eingeschlossen (1949, Physik-Technik-Pädagogik, 106-119). Endlich sind wichtig zahlreiche Aufsätze und Vorträge R.s über die Organisation der physikalischen Forschung, über physikalische Literatur und über die Ausbildung jüngerer Generationen.

Die bedeutendste seiner Leistungen ist zweifellos der R.-Effekt. Seine wichtigsten Arbeiten darüber sind in der Reihe „Ostwalds Klassiker der exakten Naturwissenschaften“ wieder veröffentlicht (1954, Nr. 245).

Q A d. Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg: Bestand Familienregister Osternburg, Nr.2; UA Heidelberg: PA 2125 (Personalakte R.), Rep 27/1020 (Akademische Quästur R.), H-V-4/7, Nr. 87 u. H-V-4/8, Nr. 13 (Habilitation R.), H-V-4/8, Nr. 2-5, 2-7, 13 (Lehrtätigkeit R.), H-V-4/14, Nr. 6 (Ernennung R. zum a.o. Prof.), RA 6466 (Akte des Physikalisch-radiologischen Instituts 1908-1928), H-V-4/29, Nr. 46 u. 77 (Besetzung des Lehrstuhls für Physik nach Lenard), B-7818/1 (Lehrstuhl de. Physik); A des Technoseums, Mannheim: DoA 777 Nachlass Ernst Brüche, Nr. 5, 129, 130, 176, 221, 225, 233, 261, 268, 272, 295, 308, 322 (Briefe R,s), Nr. 22a u. 329 (Texte R,s über Philipp Lenard), Nr. 22b (Materialien zu Bd.II d. „Grundversuche d. Physik in historischer Darstellung“); Auskünfte aus dem StadtA Oldenburg vom 3.11., A d. Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg vom 9.11., StadtA Heidelberg vom 25.11.2015.

W Über den Ricochetschuss. Diss. Univ. Kiel, 1903; Experimentelle u. theoretische Grundlagen des elastischen u. mechanischen Stoßes [Habilitationsschrift], in: Annalen d. Physik 30, 1909, 417-494; (mit P. Lenard) Über die Wirkungen sehr kurzwelligen ultravioletten Lichtes auf Gase u. über eine sehr reiche Quelle dieses Lichtes I-V, in: Sitzungsberr. d. Heidelberger Akademie d. Wissenschaften, Math.-naturwiss. Kl., Abt. A, 1910, 28. Abh., 1-20, 31. Abh., 1-36, 32. Abh., 1-31, 1911, 18. Abh., 1-27, 24. Abh., 1-54; Über einen neuen Kreuznacher Aktivator für Injektionszwecke, in. Münchener med. Wochenschrift 57, 1910, 912f.; (mit A. Caan) Über Radiumausscheidung im Urin, ebd., 1445-1448; Über Kreuznacher Aktivatorkonstruktionen, ebd,, 1499-1501; (mit A. Caan) Über das Verhalten d. Organe nach Radiumeinspritzungen am Ort d. Wahl, ebd., 58, 1911, 1757-1759; Das neue physikalisch-radiologische Institut d. Universität Heidelberg, in: Elektrotechnische Zs. 34, 1913, 1364-1367; (mit H. Holthusen) Über die Aufnahme d. Radium-Emanation durch das Blut, in: Sitzungsberr. d. Heidelberger Akademie d. Wissenschaften, Math.-naturwiss. Kl., Abt. B, 1913, 2. Abh., 1-35; Über die Analyse radioaktiver Substanzen durch Sublimation, ebd., Abt. A, 1914, 3. Abh., 1-21; Über eine direkte magnetische Methode zur Bestimmung d. lichtelektrischen Geschwindigkeitsverteilung, ebd.,19. Abh., 1-23, auch in: Annalen d. Physik 45, 1914, 961-1002; Über die lichtelektrische Geschwindigkeitsverteilung u. ihre Abhängigkeit von d. Wellenlänge, in: Sitzungsberr. d. Heidelberger Akademie d. Wissenschaften, Math.-naturwiss. Kl., Abt. A, 1914, 20. Abh., 1-21; Über den Wirkungsquerschnitt d. Gasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen, in: Physikalische Zs. 21, 1920, 576-578; Über den Wirkungsquerschnitt d. Edelgase gegenüber langsamen Elektronen, ebd., 22, 1921, 613-615; Über den Wirkungsquerschnitt d. Gasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen, in: Annalen d. Physik 64, 1921, 513-540, 66, 1921, 546-558, 72, 1923, 345-352; Die lichtelektrische Wirkung unterteilter Lichtquanten, ebd., 64, 1921, 750-758; Über den Wirkungsquerschnitt d. Edelgasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen, in: Jahrbuch d. Radioaktivität u. Elektronik 19, 1923, 345-354; Über den unmittelbaren Nachweis d. elektrischen Erdladung, in: Annalen d. Physik 75, 1924, 449-458; Über den Wirkungsquerschnitt d. Kohlensäuremoleküle gegenüber langsamen Elektronen, ebd., 83, 1927, 1129-1185; Die Bewegungserscheinungen des Wassers beim Durchgang schnell bewegter Kugeln, ebd., 84, 1927, 697-720; D. Einfluß freier Oberflächen u. fester Wände auf schnell bewegte Kugeln im Wasser, ebd., 721-745; D. Wirkungsquerschnitt von Gasmolekülen gegenüber Alkaliionen von 1-30 Volt Geschwindigkeit, in: Physikalische Zs. 28, 1927, 858-864; (mit Otto Beck) D. Wirkungsquerschnitt von Gasmolekülen gegenüber Alkaliionen von 1-30 Volt Geschwindigkeit, in: Annalen d. Physik 87, 1928, 1-30; Über den Wirkungsquerschnitt neutraler Gasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen, in: Physikalische Zs. 29, 1928, 823-830; Einführung, in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 1, 1928-1929, 3-6; (mit R. Kollath) Über den Wirkungsquerschnitt d. Edelgasmoleküle gegenüber Elektronen unterhalb 1 Volt, Physikalische Zs. 30, 1929, 760-766; Sollen die technisch-physikalischen Forschungslaboratorien d. Industrie rein wissenschaftliche Forschung betreiben? in: Zs. für technische Physik 10, 1929, 223-226, dasselbe in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 1, 1928-1929, 233-236; Das Forschungs-Institut d. AEG, in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 2, 1930, 7-13; Wirkungsquerschnitt u. Gasentladung, ebd., 227f; (mit R. Kollath u. D. Lilienthal) Über die Erzeugung von Protonen, in: Ann. d. Physik 8, 1931, 702-708; (mit R. Kollath u. D. Lilienthal) Über den Wirkungsquerschnitt von Gasmolekülen gegenüber langsamen Protonen, ebd. 709-736; (mit R. Kollath) Die Winkelverteilung bei d. Streuung langsamer Elektronen an Gasmolekülen, in: Physikalische Zs. 32, 1931, 867-870 (Kurze Mitteilung in: Naturwissenschaften 19, 1931, 688f); (mit R. Kollath) Die Winkelverteilung bei d. Streuung langsamer Elektronen an Gasmolekülen, in: Ann. d. Physik 9, 1931, 756-768, 10, 1931 143-154, 12, 1931, 529-561, 837-848; Mitarbeit d. AEG an d. Nordlichtforschung, in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 3, 1931-1932, 125-128; (mit R. Kollath) Wirkung neutraler Gasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen u. langsamen Protonen, ebd, 145-158; Ein Beispiel vollständiger Analogie zwischen elektrischer u. mechanischer Schwingung, in: Physikalische Zs. 34, 1933, 459-461; Über eine neue Methode zur Erzeugung höchster Drucke u. Temperaturen, ebd., 890-894; (mit R. Kollath) Reflexion u. Sekundärstrahlung von Protonen auf feste Körper, in: Ann. d. Physik 16, 1933, 560-569; (mit R. Kollath) Über die Streuung von langsamen Protonen an Gasmolekülen, ebd., 570-587, (mit R. Kollath) Die Beeinflussung langsamer Protonen durch neutrale Gasmoleküle (Gesamtwirkung, Streuung, Umladung), ebd.,17, 1933, 755-780; Zum Gedächtnis an K. W. Haußer, in: Zs. für technische Physik 15, 1934, 4-8; (mit R. Kollath) Wirkung neutraler Gasmoleküle gegenüber langsamen Elektronen u. langsamen Protonen (Fortsetzung u. Schluss), in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 4, 1933-1935, 55-74; Prüfen u. Messen als Voraussetzung technischen Fortschritts, in: Zs. des Vereines Deutscher Ingenieure 80, 1936, 1429-1432; Zehn Jahre AEG-Forschungs-Institut, in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 5, 1936/1937,5-10; D. Physiker (Die akademische Berufe), 1938, 21939, 31940, 41941; Zur Entwicklung des Elektronen-Übermikroskops d. AEG, in: Jahrbuch des Forschungs-Instituts d. AEG 7, 1940, 1: (Hg. u. Mitverfasser) Das freie Elektron in Physik u. Technik, 1940; (Hg.) Zehn Jahre Elektronenmikroskopie, 1940; 2. u. 3. Aufl. unter dem Titel Elektronenmikroskopie, 1941 u. 1942; Die Schlüsselstellung d. Physik für Naturwissenschaft, Technik u. Rüstung, in: Naturwissenschaften 31, 1943, 285-288; Über Leistung u. Organisation d. angelsächsischen Physik, in: Jahrbuch d. Deutschen Akademie d. Luftfahrtforschung 1943/1944, 86-88; Hundert Jahre Physik, in: Deutsche Allgemeine Ztg., 18.01.1945, Abgedruckt in: Dieter Hoffmann, Mark Walker (Hg.) Physiker zwischen Autonomie und Anpassung, 2007. 632-635; Eingabe an Rust [1942], in: Physikalische Blätter 3, 1947, 43-46; Zur Geschichte d. Deutschen Physikalischen Gesellschaft in d. Hitlerzeit, ebd., 110-114; Zur Reform des Physikunterrichtes an den höheren Schulen, ebd. 4, 1948, 225-228; Meinungs-Austausch zur Reform des Physik-Unterrichts an den höheren Schulen, ebd., 5, 1949, 278-283; Physik – Technik – Pädagogik: Erfahrungen u. Erinnerungen, 1949; Über meine wissenschaftliche Tätigkeit, in: Fridericiana, Mitteilungen für die Vereinigung ehemaliger Studenten d. TH Karlsruhe, Nr. 1-2, 1952, 65f.; Grundversuche d. Physik in historischer Darstellung. !. Bd.: Von den Fallgesetzen bis zu den elektrischen Wellen, 1953; Eugen Goldstein, ein extremer Experimentator, in: Physikalische Blätter 10, 1954, 543-548;

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B UA Heidelberg: Pos I, 0419 u. 0420 (o. D.), Vgl. L

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